blacky sagte am 17 08 2006, 18:12:
Auf den Philippinen ist mir aber aufgefallen, dass die Wunden sehr langsam heilen, d.h. die Haut nur langsam wieder zusammenwächst. Ich vermute, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und der Hitze?
... interssantes Thema und ich wundere mich, dass es noch nicht früher aufgekommen ist.
Diese Erfahrung habe ich auch gemacht.
Zunächst heilen die Wunden langsamer als hier im Heimatland, und dann ist auch generell das Infektionsrisiko grösser.
Ich hatte vor ein paar Jahren eine winzige Schürfwunde an der Ferse. Ich habe mir aus dieser kleinen Wunde nicht viel gemacht; hier in D verheilt sowas immer sehr zügig. Als ich wieder zurück in D war, kriegte ich nach einen paar Tagen einen dicken Fuss.
Als ich ein ähnliches Problem auf den Phils hatte, hat mir eine philippinische Frau Doktor das Phänomen folgendermassen erklärt:
Jedes Land/Kontinent hat unterschiedliche Bakterienstämme in der Umwelt. Wenn man nun in D aufwächst, hat man als Kind, bedingt durch öftere Verletzungen, das Immunsystem auf diese heimatlichen Bakterien aufmerksam gemacht, so dass das Immunsystem auch im höheren Alter diese Art von Bakterien im Griff hat.
Wenn man sich nun auf der Phils sich verletzt und Bakterien eindringen, sind diese Bakterien dem Immunsystem zunächst unbekannt und eine verspätete Reaktion kann dann zur Infektion führen.
Ich finde dies logisch; weiss aber nicht, ob dies den wissenschaftlichen Erkenntnissen standhält.
Vielleicht ist ein Arzt oder medizinisch gebildeter unter uns, der dies bestätigen kann oder nicht.
j