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#189383 Negros 2007 Teil 2

Geschrieben von bigeagle198 am 07 Mai 2011 - 10:33

Weiterreise nach Lopez

Leider gab es keine Dampfloks zu sehen, wie ich gehofft hatte. Wir haben den Fahrer gefragt, ob es noch eine weitere Möglichkeit gibt. Und in der Tat, er hatte eine Idee. Wir fuhren zu einer weiteren Fabrik.
Vor dem Zaun des Geländes nach einer weiteren sehr schönen Fahrt mit dem Tricycle einer der bekannten Zuckerrohrlkw’s.

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Hinter dem Zaun konnte man die Nummer 9 bewundern, leider außer Betrieb. Ein schöner Platz, um eine Pause einzulegen:

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Von vorne und besser zu erkennen:

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Ich hätte auch gerne einen Blick ins Führerhaus geworfen, aber leider war da ja der Zaun dazwischen.

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Die Lopez Sugar Corporation, wie es auch auf dem Tender steht:

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Noch mehr Zuckerrohrlkw’s, im Hintergrund der bereits erwähnte Zaun:

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Endlich am Eingang angekommen, baten wir erneut um Einlass:

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Dieses Mal hatten wir aber kein Glück, man ließ uns nicht hinein. Vor dem Eingang stand zum Ausgleich aber Nummer 10 bereit.

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Der Tender:

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Ein Typenschild, offensichtlich aus den USA:

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Lanis Freundin mit Schal vor der Nummer 10:

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Ein etwas genaueres Typenschild:

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Rückfahrt nach Sagay

Leider keine Eisenbahn, die gefahren ist. Es hätte eine weitere Chance gegeben, aber die Anfahrt wäre zu weit gewesen. Vor dem Hintergrund der noch vor uns liegenden Rückreise zogen wir es vor, zurück nach Sagay zu fahren.
Kaum zu glauben, aber auf dem Rückweg sah ich plötzlich eine weitere Dampflok stehen. Ich bat den Fahrer anzuhalten, um mir das genauer ansehen zu können.

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Der Insular Lumber

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Die Lok sah aus, wie in einem alten Film mit Buster Keaton:

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Hier wurde geheizt:

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Das Typenschild:

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Der tiefere Sinn dieses kegelförmigen Steinhaufens kenne ich zwar nicht, aber er dürfte eine eventuelle Such nach der Lok vereinfachen helfen.

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Am Ende war es ein sehr schöner Ausflug, obwohl wir keine einzige fahrende Lok gesehen hatten. Das Eisenbahnsystem war viel effektiver, als unnötigen Verkehr mit den vielen LKW zu erzeugen. Außerdem können Züge bekanntlich viel mehr Fracht transportieren auch und gerade in Relation mit der verbrauchten Energie. Leider führt die Zerstörung von Infrastruktur in diesem Fall ganz sicher in die falsche Richtung. Schön wäre es, wenn auf Cebu eine erneuet Zuglinie errichtet werden würde. Im letzten Jahr hat man sich aber für ein Bussystem entschieden. Also Linienbusse für die Stadt Cebu. Das wird das Transportwesen auch revolutionieren. Klar, einige werden verlieren, so wie der eiserne Gustav im Berlin der ausgehenden 20er Jahre. Aber so wie jetzt mit dem ganzen Individualverkehr kann es in Cebu auf keinen Fall weitergehen.



Gruß

Alfred
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#178413 Farm in Montalban

Geschrieben von Igor am 26 Dezember 2009 - 12:41

Ein Onkel betreibt eine Gemuesefarm in den Bergen der Rizal-Provinz. Ist so in etwa 2,5 ha gross. Er, und seine Frau, leben davon. Sie werden nicht reich dadurch, aber das beeindruckt den Onkel nicht, er liebt die Farm und die Natur.
Der Gartenbaubetrieb ist vorbildlich gefuehrt. Er war schon des oefteren damit in der Presse, und wird auch zu Podiumsdiskussionen geladen, in denen es um modernen und pestizidfreien Gartenbau geht. Onkel Pastor (so heisst er) bewirtschaftet das Stueck Land alleine, hat aber gelegentlich einen Helfer fuer Arbeitsspitzen.
Das wurde mir so berichtet und das wollte ich gerne persoenlich gesehen haben, zumal mich dies Thema sowieso interessiert.
Also anderen Onkel, der ein Auto hat, gebeten uns dahinzufahren.

Die Anfahrt von Marikina aus ist muehsam. Der ganze Verkehr in Richtung Norden bewegt sich, nicht ohne Stop u.Go, durch die recht schmale Hauptstrasse in San Mateo. In Montalban ist allerdings der Stau vorbei, es geht in die Berge. Noch auf normaler Strasse, dann auf Schotterpiste.
Die Steigungen sind betraechtlich. Der alte Wagen schaffte das nicht. Also alle raus und an Steigungsstrecken laufen.
Die Bebauung weicht zurueck, es wird sehr laendlich, obwohl kaum 20km von Manila entfernt.
Dann ein entsetzlicher Gestank, eine Muellkippe.
Ich behaupte mal einfach ganz frech. Die Stadtverwaltung hat die Muellgebuehren (werden mit der Grundsteuer erhoben) irgendwie zweckentfremdet und laesst den Muell einfach in die Landschaft kippen.
Das waere in Marikina undenkbar, das wird der Muell bewirtschaftet und zwar konsequent.

Nach weiteren, geschaetzten 8 km ist die Farm erreicht. Dort ist Natur pur.

Vor allem werden Tomaten angebaut. Diese lieben unkrautfreien Boden. Das wird mit Folienabdeckungen erreicht. Bei laenderdauernden  Regenfaellen werden die Pflanzen oben durch Folien geschuetzt. So kann man auf das Spritzen mit Fungiciden verzichten und bekommt trotzdem keine Braunfaeule.
Gezogen wird an Rankgeruesten und zwar mehrtriebig.

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Das Anzuchtbeet fuer Bittermelonen (Ampelayay). Anzuchten werden schattig gehalten und in moeglichst kuehler Lage. Dann wachsen die Setzlinge kurz und kraeftig und nicht so  geil. Diese Pflanzen sind schon etwas zu gross zum Umsetzen, wird wohl gerade noch so gehen.

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Die Pflanzbeete mit Rankgeruesten sind bereits vorbereitet.

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Auch Upo wird angebau. Auch hier sind Rankgerueste notwendig.

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Diese Reihe traegt bereits erntereife Upo.

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Fuer den Eigenbedarf Kassava. Ist ja eigentlich mehr eine Feldfrucht. Rankgeruest muss nicht sein.

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Auch die Kokospalmen dienen nur dem Eigenbedarf.

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Schweinezucht und Mast wird auch betrieben. Aber nur secundaer. Lohnt sich nicht. Man muesste mindest 800  Mastschweine nach dem Rein-Raus-Verfahren halten, sich das Futter per Silo-LKW kommen und sich in den eigenen Silo blasen lassen. Und von da aus automatisch verfuettern. Genau wie in DE. Und dann hat man noch das Problem mit dem Schweinezyklus.
Der Stall ist ueberaus sauber. Ich denke dabei an meine Zeit auf dem Kotten im Muensterland. Wenn die Nachbarn zum Schuetzenfest waren, habe ich deren Schweine gefuettert, sehr sehr ungern. Der Stall stank entsetzlich. Man braucht eigentlich Gasmaske und Schrotgewehr. Gewehr deswegen, um wenigstens einige aggressive Ratten abzuknallen.
Mein Gott, wie diese Leute in DE Tiere halten.
Der Onkel haelt die Schweine auch deswegen, damit er einen guten Kompost bekommt. Er kauft keinen Kunstduenger zu.

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Auch Fisch-Badeteiche gibt es. In einem Teich wird der afrikanische Barsch Tilapia, im anderen der aalaehnliche Hito gezuechtet.
Das lohnt sich unbedingt wegen der guten Futterverwerung der Fische. Fuer 1,2kg zugekauftes Fischfutter bekommt man einen Zuwachs von 1kg Fisch.
Bei Schweinen ist das viel unguenstiger hier tendiert das Verhaeltnis gegen 3,5:1.

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Die Kinder geniessen die Badefreuden.

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Auch die 15-jaehrige Tochter geniest hier die Erholung

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Auch einn Aeffchen wird, an langer duenner Kette festgemacht. gehalten. Das Tierchen ist sehr zutraulich und frist den Menschen aus der Hand.

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Nun wird der Grill angeworfen. Es gibt, wie koennte es auch anders sein, Liempo (gegrillter, uebermaessig fetter, Schweinebauch). Weiterhin, als besondere Leckerei, Huehnerfuesse.

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Sinigang wird auf offenen Feuer zubereitet.

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Natuerlich hat der Farmer fuer die vielen Gaeste weder Teller noch Besteck genug. Wie immer, improvisieren die Pilipinos (darin sind sie Meister aller Klassen). Der Reis wird auf sauberen Bananenblaettern gereicht. Jeder macht sich darin eine Kuhle. Dorthinein kommt die Suppe ect, gegessen wird  traditionsgemaess mit der Hand.

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Man sieht, der jungen Dame schmeckt es besonders gut.

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Man taeusche sich nicht, diese junge Dame ist hochgebildet, spricht mehrere Sprachen und hat einen Superjob, wenngleich auch gefaehrlich, bei der UNO. Hatte Einsaetze im Kosovo, in Uganda, Mozambique.

Hoffe mit diesem Beitrag das Thema Gartenbau wieder aus der Versenkung geholt, und zusaetzlich etwas Kurzweil geschaffen zu haben.

Igor
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#196444 Urlaub August 2012

Geschrieben von raiges am 31 August 2012 - 20:14

Ein Tag an dem Puka Beach war in diesem August sehr angenehm. Das Wetter war super und die Besucherzahl hielt sich in Grenzen. Ich erinnere mich gerne an diesen erholsamen Tag, der immer wieder zum Sprung ins kühle Naß einlud. Was hatten wir für einen Spass, speziell mit dem kanpp 5 jährigen Kind, dem ich vorher im nem Pool noch das Schwimmen beigebracht habe. Immer wieder sagte sie voller Stolz, "keine Angst, keine Angst". Ja, ein paar Worte Deutsch gab sie nach ein paar Tagen natürlich auch von sich, die Kleine.

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Bis später.....
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#186484 Nationaler Stolz der Filipinos nur schwach entwickelt?

Geschrieben von wbethge am 13 September 2010 - 07:06

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Nationaler Stolz der Filipinos nur schwach entwickelt?  

„Alle Filipinos wollen anders sein. Die Armen wollen alle Amerikaner und die Reichen alle Spanier sein. Niemand will ein Filipino sein“, so zitiert der amerikanische Autor Suretsky einen Freund in seinem auf den Philippinen viel beachteten Artikel „Inferiority Complex: A Filipino Malady?“  Nicht ganz so provokant formuliert der Autor selbst: “Nach vielen Jahren der Beobachtung, scheint mir das Hauptproblem auf den Philippinen ein nationaler Minderwertigkeitskomplex und das Fehlen von nationalem Stolz zu sein.“ (1). Quintin D. Andres formuliert knapp und bestimmt: „Filipinos in general have an inferiority complex“ (2) (3). Nicht nur in der Literatur finden sich Belegstellen für ein angebliches Minderheitsgefühl der Filipinos, auch in den philippinischen Internetforen ist die vermutete Unterlegenheitsmentalität der Filipinos, das Gefühl ein noch immer kolonialisierter „underdog“ zu sein, ein oft diskutiertes Thema. Nicht wenige Schreiber beklagen in diesem Zusammenhang die fortdauernde „self-flagellation“ (Selbstgeißelung). Häufiger schließt man einen „inferiority complex“ (Minderwertigkeitskomplex) für sich selbst aus, sieht ihn aber bei anderen.  

Folgt man also der vorherrschenden veröffentlichen Meinung, so überwiegt die Ansicht vor, dass der nationale Stolz der Filipinos unterentwickelt sei und Unterlegenheitsgefühle gegenüber der westlichen Welt in breiteren Bevölkerungskreisen vorherrschen würden. Lediglich eine etwas einfacher strukturierte Jugenduntersuchung aus den späten neunziger Jahren des SWS-Umfrageinstitutes kommt zu einem anderen Befund und liegt quer zur Mehrheitsmeinung (4). Der Untersuchung zufolge waren 69 Prozent der befragten Jugendlichen „sehr stolz“ und 24 Prozent „ziemlich stolz“ auf ihr Land. Der „Inferiority Complex“ und die "Colonial Mentality“ also nur ein Hirngespinst, eine fixe Idee von Publizisten? Oder sollte ein Einstellungswandel erfolgt sein? Im Nachfolgenden versuchen wir, dieser Frage nachzugehen. Merken wir noch an, dass bei einzelnen Personen – unabhängig von kollektiven Einstellungen – ein Unterlegenheitsgefühl offen zutage treten kann, es kann kaschiert sein oder bei sehr selbstbewusster Grundeinstellung - aber auch weitgehender Ignoranz - schlicht nicht vorhanden sein. Nicht nur Umfang und Grad der Verankerung der unterstellten Unterlegenheitsdisposition lassen sich exakter bestimmen, auch die Gründe für das angebliche gestörte Selbstwertgefühl der Filipinos bleiben vielfach im spekulativen Dunkel.  

Wir versuchen uns, dem Thema auf drei Ebenen zu nähern. Wir beleuchten zunächst mögliche historisch-kulturelle Hintergründe, fragen dann nach Bezügen im wirtschaftlich-technischen Bereich und sprechen dann – ohne rassistisch auftreten zu wollen - körperliche Aspekte an.  

A. Historisch-kulturelle Aspekte  

In der allgemeinen Wertschätzung findet sich traditionell die Familie an erster Stelle, deren Vertrautheit und Solidarität man schätzt. Oft folgt dann die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Barangay, einer bestimmten Provinz. Man ist stolz darauf, ein Ilocano, ein Bicolano zu sein. Diesen Provinzialismus nutzten zum Beispiel die Spanier bei der Unterdrückung von lokalen Revolten, indem sie Hilfstruppen aus anderen Landesteilen bei der Niederschlagung heranzogen. Das Nationale war bis weit in das 19. Jahrhundert fern und außerhalb des Blickwinkels.

Immer wieder wird in der philippinischen Literatur Klage darüber geführt, die Filipinos würden ihre eigene Geschichte zu wenig kennen und könnten deshalb nur wenig Nationalstolz entwickeln. Nathan Gilbert Quimpo schreibt: „Das Erziehungssystem fährt in der schlechten Erziehung der Filipinos fort, indem es die Wohltaten der andauernden ausländischen Herrschaft zu Lasten der einheimischen Kultur glorifiziert. Schulkinder lernen wenig über die Geschichte des Landes. Dies gilt insbesondere für seinen heroischen Widerstand gegen die amerikanische Okkupation“. (5)

Wir können die vorhandenen odere nicht vorhandenen Geschichtskenntnisse hier nicht beurteilen. Könnte es aber nicht ebenfalls so sein, dass auch die bessere Kenntnis der relativ kurzen, nationalen Geschichte mit Betrübnissen einhergeht? Allzu viele Glanzlichter weist die philippinische Geschichte leider nicht auf.

Die geschichtlichen Vorkommnisse im Archipel vor Ankunft der spanischen Kolonisatoren liegen weitgehend im Dunkeln. Es handelte sich um eine weitgehend schriftlose, dörfliche Kultur. Das wenige überlieferte Schriftgut ist zudem noch von den Spaniern teilweise vernichtet worden.  

Es existiert aber ein eindrucksvolles Bauwerk, mit dessen Bau vor etwa 2000 Jahren begonnen wurde und das – zusammen mit der Chinesischen Mauer, der Akropolis oder dem Petersdom – um den Titel „8. Weltwunder“ konkurriert. Wir meinen die Bewässerungsterrassen um Banaue im nördlichen Luzon.  Sie sind ein einzigartiges agrotechnisches Kunstwerk und ein bedeutsames kulturhistorisches Monument. Die Terrassenfelder schmiegen sich formenreich und spektakulär kilometerweit an die streckenweise sehr steilen Bergflanken. Leider wird zu wenig für ihren Erhalt und bessere touristische Erschließung getan.  

1521 landet der Spanier Magellan mit seinen drei Schiffen östlich von Samar. Nachdem er einige Freundschaftsverträge mit einheimischen Häuptlingen geschlossen hatte, trifft er fünf Wochen nach seiner Ankunft auf der Insel Mactan auf den Stammeshäuptling Lapu-Lapu, der sich nicht dem spanischen Kolonialisten unterwerfen will und den Kampf sucht. Magellan, der nur über circa 60 Soldaten verfügt, wird im Kampf getötet. Heute gilt der kleine Gebietskönig Lapu-Lapu, von dem fast nichts überliefert ist, als philippinischer Nationalheld. Einigen geht die Verehrung von Lapu-Lapu – dem Mann der Tat, nicht nur der Worte - nicht weit genug. Er verdiene, so heißt es, ein Riesendenkmal in Luneta an der Seite der Gebeine von Rizal. Und warum nicht nach ihm auch einen Flughafen benennen?  

Bis 1898 sind die Philippinen eine spanische Kolonie. Für Nathan Gilbert M. C. Quimpo war die spanische Kolonialherrschaft durchweg rassistisch: „Die spanischen Kolonialisten verfolgten einen unverfrorene Rassenpolitik in ihren Kolonien. Sie betrachteten die „Indios“ als „primitiv“ und als minderwertige Rasse, die es nur verdient, versklavt und unterworfen zu werden. Diese Art der Behandlung ist dem heutigen Filipino nur zu gut bekannt“ (5).  
Ähnlich formuliert Garbones: “Die spanische Kolonialzeit war eine Periode der Leiden für die Filipinos. Die Filipinos wurden rücksichtslos behandelt. Es wurde ihnen der ethnische Stolz genommen. Sie waren in einer Hierarchie der Minderwertigkeit eingebunden … Die immer wieder kehrende Erinnerung der philippinische Schwäche hat bis in die Gegenwart hinein zur Folge, dass sich die Filipinos in Bezug auf fremde Rassen minderwertig und mulmig fühlen“ (6).  
  
Auch die nachfolgende, fünfzig Jahre dauernde Kolonisierung durch die Amerikaner geht offenbar mit dem Versuch eines kulturellen Brainwashing einher. Man bemühte sich, den Filipinos angeblich höherwertige amerikanische Identitätsmerkmale zu übertragen und ein Normen– und Wertesystem amerikanischer Provenienz überzustülpen.  

Wie soll man mit dem angeblich so verderblichen spanischen und amerikanischem Erbe umgehen? Niemand wird wohl auf den Gedanken kommen, den Katholizismus im Land abzuschaffen und die durchaus erhaltenswürdigen alten Kirchen im mexikanischen Barock zu schleifen. Das spanische Bauerbe ist mittlerweile ein integraler Bestandteil der philippinischen Kultur geworden. Als ein in die Weltwirtschaft eingebundenes Land können die Philippinen im Konkurrenzkampf auf westliche Leistungsnormen sicherlich nicht verzichten. Und ein noch weitergehenderer Verzicht auf englischen Sprachunterricht wäre wirtschaftlich nur abträglich. Überhaupt kann man sich fragen, ob die Kolonialerfahrungen tatsächlich eine Jahrhunderte überdauernde Hypothek darstellen oder ob dieser historische Rückbezug nur ein Versuch der schnellen Schuldverschiebung darstellt.  

Stolz kann ein Land ebenfalls auf seine historischen Helden sein. Ex-Präsident Fidel Ramos hat 1993 sogar ein National Heroes Committee  mit der Findung von „Helden“ beauftragt. Unstrittig war zuvor schon, dass Jose Rizal und Andres Bonifacio (7)  es in jedem Fall verdient haben, in die Liste der Helden aufgenommen zu werden. Rizal hatte allerdings die philippinische Revolution von 1898 als verfrüht erachtet und stattdessen für eine Konföderation mit Spanien und die Vertretung der Philippinen in der spanischen Cortez plädiert. Nach zwei Jahren der Beratung hat das Komitee sechs weitere Persönlichkeiten in Vorschlag gebracht:  

Muhammad Dipatuan Kudarat (1581-1671) – Er kämpfte auf Mindanao gegen die Spanier und die Christianisierung der Insel  

Gabriela Silang (1731-1763) – Sie übernahm nach dem Tod ihres Mannes für vier Monate die Führung einer Revolte gegen die Spanier, die sie später hinrichteten. Es bleibt unerfindlich, warum ihr Mann Diego nicht in die Liste aufgenommen wurde, da er viel länger die Revolte anführte. Diego Silang kämpfte zu seiner Zeit nur für die Unabhängigkeit der Provinz Ilocano (8)  
  
Emilio Aguinaldo (1869-1964) – Militärführer, Politiker, Präsident der ersten philippinischen Republik  

Apolinario Mabini (1864-1903) – querschnittgelähmter intellektueller Kopf der Revolution. Er formulierte als Innenminister eine aus heutiger Sicht sehr fortschrittliche Verfassung  (9)  

Marcelo de Pilar (1850–1896) – als Journalist, Herausgeber und Revolutionsführer einer der führenden Köpfe der Illustrados  

Melchora Aquino (1812-1919) – Revolutionärin aus einfachen Verhältnissen, die sich insbesondere um die Pflege verwundeter Kämpfer verdient machte  

Juan Luna  (1857–1899) - philippinischer Maler  

Beachtenswert ist, dass auf dieser offiziellen Liste der Name von Lapu-Lapu nicht auftaucht. Emilio Aguinaldo hat es als Revolutionsführer und Gründer der ersten, nicht dauerhaften Republik sicherlich verdient, in die Liste aufgenommen zu werden. Aber der Heldenglanz hat ebenfalls dunkle Flecken. Er hat den Exekutionsbefehl für Andres Bonifacio nach einigem Zögern unterschrieben und angeblich auch die Hinrichtung von General Antonio Luna in die Wegegeleitet. Den Verzicht auf die Revolutionsführung hat er sich von den Spaniern mit 800.000 Pesos honorieren lassen. Später bekämpft er zunächst die amerikanischen Truppen, leistet aber den „Oath of allegiance“ gegenüber den Amerikanern. Im 2. Weltkrieg schließlich solidarisiert er sich mit den japanischen Besatzungstruppen.  

Bleiben wir kurz bei den Politikern. Im Internet finden sich Äußerungen, dass inkompetente, teilweise korrupte Politiker auch Anlass zur nationalen Scham bieten. Und in der Tat - vergleicht man die Regierungserklärungen der philippinischen Nachkriegspräsidenten mit den faktischen Ergebnissen ihres Handelns, so tut sich regelmäßig eine große Diskrepanz auf. Viele Versprechungen wurden oder konnten nicht eingelöst werden. Die politische Instabilität im Land hält bis zum heutigen Tag an. In diesem Zusammenhang reichen die Stichworte Massenarmut, unzureichende Bodenreform, NPA-Revolten sowie der Separatismus im Süden des Landes.  

Führen wir kurz noch an, dass es neben dieser offiziösen Liste noch weitere inoffizielle „Helden“-Listen im Internet gibt. Eine führt die Namen von 42 Persönlichkeiten an, darunter zum Beispiel den Komponisten und den Texter der philippinischen Nationalhymne. Ob alle Genannten in den Pantheon der "Helden" gehören, ist zumindest diskutabel.  

Wechseln wir den Themengegenstand und fragen wir etwas provokant: Welcher Literaturvertreter ist über die philippinischen Landesgrenzen hinaus bekannt? Die Antwort fällt sicher – je nach Literaturhorizont – unterschiedlich aus. Francisco Balthazar (1788-1862) mit seinem frühen in Tagalog geschriebenen Versepos „Florante at Laura“ ist wahrscheinlich nur einigen wenigen Fachautoritäten besser bekannt. Eine herausragende Stellung kommt sicherlich Jose Rizal mit seinen Romanen „Noli me Tangere“ und „El Filibusterismo“ zu. Doch dann werden die Namen von international bekannten anderer Autoren schon spärlicher. Bezieht man gleichfalls Autoren ein, die in Amerika zuhause sind und dort publizieren, könnte man beispielsweise noch Carlos Bulosan, Francisco Sionil Jose, Jessica Hagedorn. Ninotchka Rosca, Jose Garcia Villa und E. San Juan Jr. nennen. Besonders traurig sieht es bei deutschsprachigen Übersetzungen aus. Die Zahl der Publikationen lässt sich hier an einer Hand abzählen.

Zur Kultur gehört auch die Pop- und Unterhaltungskultur. Hier strahlt so mancher Stern am Firmament und die Liste der über die Landesgrenzen hinaus bekannten Sänger ist vermutlich länger als die der Autoren. Wir nennen hier nur die Namen von Freddie Aguilar, Gary Valenciano, Regine Velasquez und Lea Salonga. Klassisches haben die Madrigal Singers der University of the Philippines im Programm.

B. Wirtschaftlich-technische Aspekte  

Ein Blick auf die wirtschaftlich-technischen Errungenschaften der Philippinen stimmt eher trüb. Das 2009 für die Philippinen geschätzte Bruttosozialprodukt pro Kopf der Bevölkerung liegt bei nur 3.300 US$. Die Philippinen übertreffen damit den Level von Indien (3.100 US$) und Vietnam (2.900 US$) nur leicht. Nur Laos (2.100 US$) und Kambodscha (1.900 US$) liegen wesentlich tiefer. Überflügelt wurden die Philippinen bereits schon von China (6.600 US$) und Indonesien (4.000 US$). Das Bruttosozialprodukt pro Kopf der Bevölkerung erreicht in Südkorea, Taiwan und Japan das Neun- bis Zehnfache des philippinischen Wertes (10). Wegen der relativ schwachen wirtschaftlichen Entwicklung hat man die Philippinen schon als den „kranken Mann Asiens“ bezeichnet.  

Bei der Bewertung dieser Zahlen sollte man mitberücksichtigen, dass Japan und Südkorea im Rahmen ihrer beeindruckenden industriellen Aufholjagd nach dem 2. Weltkrieg beachtliche Weltkriegsschäden zu kompensieren hatten.  Die wirtschaftlichen Aussichten für die Philippinen wurden zu Ende des 2. Weltkrieges zunächst irrtümlicherweise als ausgesprochen günstig beurteilt. Die Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht. Die wirtschaftspolitischen Instrumente erwiesen sich als recht stumpf. Bestimmend war eine Cliquenwirtschaft zugunsten der alten Wirtschaftsoligarchen. Das Land blieb weitgehend ein Agrarland, sicherlich auch, weil die amerikanischen Kolonialherren die Industrialisierung der Philippinen nie in nennenswertem Umfang gefördert hatten. Sie exportierten lieber ihre eigenen Industriewaren im Austausch gegen landwirtschaftliche Produkte aus den Philippinen. Die Weltmarktpreise für landwirtschaftliche Rohstoffe hatten aber in den nachfolgenden Dekaden eher eine fallende Tendenz.  

Die Armutsstatistik des Landes zeigt düstere Seiten auf. Unterschiedliche Definitionen von Armut ergeben unterschiedliche Zahlen und damit auch unterschiedliche Bewertungen. Beispielhaft sei hier nur Niklas Reese zitiert: „Der Anteil der absolut Armen, denen nicht mehr als ein US-Dollar am Tag an Bargeld zur Verfügung steht, liegt seit vielen Jahren um die 40 %“ (11).  

Die Zahl derjenigen, die in Ermangelung eines einkömmlichen Arbeitsplatzes im Inland einen solchen im Ausland suchen, wir auf mindestens 8,5 Millionen geschätzt. Eine genauere Zahl der „children of diaspora“, wie sie gleichfalls genannt wurden, liegt nicht vor, weil sich die vielen im Ausland illegal Beschäftigten der amtlichen Statistik weitgehend entziehen.  

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Die Vorliebe für Auslandsprodukte ist immer noch deutlich ausgeprägt und ist für viele Beobachter Bestandteil der „colonial mentality“. Ausländische Produkte genießen von vorneherein qualitative Imagevorteile. Die teilweise irrationale Präferenz von ausländischen Produkten befördert nicht nur den recht erheblichen Warenschmuggel in die Philippinen, sie vernichtet auch potentielle Arbeitsplätze, auf die das Land so dringend angewiesen ist. Der Verband der philippinischen Industrie und die Handelskammern haben in den letzten Jahren versucht, durch Werbekampagnen die im Inland produzierten Güter in ihrem Image qualitativ aufzuwerten. Unter der allgemeinen Losung „Buy Filipino“ appellierte man an den nationalen Stolz der Filipinos. Welchen Erfolg diese Kampagnen haben, bleibt abzuwarten. Man geht hier tiefer verankerte Kaufpräferenzen an, die mit kurzfristigen Aktionen nur schwer veränderbar sind. Es gibt jedoch Beobachter, die der Ansicht sind, dass sich der Qualitätslevel philippinischer Produkte langsam hebt.  
    
Stolz könnte man auf die wirtschaftliche Leistungsstärke von Unternehmen sein, die zum Beispiel in der FORTUNE-List der 500 weltweit umsatzstärksten oder der 50 in Asien umsatzstärksten Unternehmen geführt werden. In diesen Listen taucht jedoch kein philippinisches Unternehmen auf. Nach Kenntnis des Verfassers gibt es  nur drei philippinische Unternehmen, die zumindest auf dem Südostasienmarkt eine stärkere Marktstellung haben – die San Miguel Corporation (Nahrungsmittel, Getränke) (12), Jollibee Foods Corporation (Fastfoodkette) (13) und die Del Monte Pacific Ltd. (Obstkonserven, Säfte).  

Ein Entwicklungsland wie die Philippinen wird vermutlich nur eine kürzere, weniger aufbauintensive Industrialisierungsphase durchlaufen. Stärkere Wachstumsimpulse sind vom Dienstleistungssektor zu erwarten. Hier ist insbesondere der EDV-Sektor zu nennen. Es bleibt abzuwarten, ob der Sprung von den mehr verwaltenden EDV-Tätigkeiten zu mehr innovativen, komplexeren EDV-Tätigkeitsbereichen gelingt.  

Wir haben eben die Namen von Eduardo Conjuangco und Tony Caktiong genannt. Sie stammen aus der Gruppe der Chinoys (Tsinoys) und diese haben eine sehr bestimmende Rolle im Wirtschaftsleben der Philippinen. Viele der Chinoys sind vor zwei bis drei Generationen zumeist aus dem Süden Chinas gekommen und haben mittlerweile - häufig aus bescheidensten Anfängen, aber sicherlich mit Unterstützung der chinesischstämmigen Community - Wirtschaftsimperien im Land aufgebaut. Wir nennen hier nur den Conjuangco-Clan (u. a. San Miguel Corp., PLDT), Lucio Tan (u. a. Fortune Tabacco, Allied Bank, PNB, PAL), John Gokongwei (u. a. PCI-Bank, Digital Telecom, Cebu Air), Alfonso Yuchengco (Unternehmen im Finanz- und Versicherungssektor), Henry Sy (Einzelhandelskönig - SM-Group) und George Ty (Metro Bank, Bank of Philippine Islands). Ein früherer Artikel des Verfassers geht auf diese Unternehmenspersönlichkeiten und ihren Werdegang etwas näher ein (14).  Es ist nicht unsere Absicht, eingewanderte Chinoys und eingeborene Filipinos hier auseinanderzudividieren. Die Chinoys sind heute zweifelsohne ein integraler und geachteter Bestandteil der philippinischen Gesellschaft. Muss es den Filipinos nicht zu denken geben und Selbstzweifel verstärken, wenn sie feststellen müssen, dass die Zahl einheimischer Leiter von Großunternehmen eine eher begrenzte ist?  

Können uns Listen mehr Ermunterung verschaffen, die im Internet mehrfach kursieren und die die vielen Erfinder und Wissenschaftler ausweisen , auf die die Filipinos stolz sein können? Um es vorwegzunehmen - auch hier fällt manch genannter Kandidat durchs Sieb. Generell gilt, Erfindungen benötigen in der Regel heutzutage einen größeren Investitionsaufwand - ein Grund, weshalb hoch qualifizierte Filipinos oft gezwungen sind, ins Ausland zu gehen. Weiterhin basieren Erfindungen häufig auf Vorerfindungen und stellen heutzutage oft das Ergebnis von Teamarbeit dar. Der tüftelnde Einzelerfinder ist fast schon zur Rarität geworden, das ist den Verfassern der Listen offenbar nicht immer hinreichend bekannt.  

Wir haben die Liste „Filipino Inventors und Scientists“ (15) herangezogen und mit Eintragungen der wikipedia- Enzyklopädie verglichen, weil wir  – allen vorschnellen Kritikern zum Trotz -  durchaus der Ansicht sind, dass wikipedia im Vergleich zu anderen vergleichbaren und verfügbaren Enzyklopädien durchaus ein breites und weitgehend abgesichertes Wissen bietet.  Hier einzelne Befunde:  

- Pedro Flores gilt als Erfinder des Yo-Yo-Rolle. Er hat aber dieses auf den Philippinen schon seit Jahrhunderten betriebene Spiel  in den USA nur in größerem Umfang vermarktet.  

- Agapito Flores wurde zum Erfinder der Leuchtstoffröhre ausgerufen. Sein Name wird in dem betreffenden wikipedia-Artikel mit keiner Silbe erwähnt.  

- Roberto del Rosario hat nach der oben erwähnten Liste das Karaokesystem erfunden. Sein „Minus-one music“ System kann freilich nach wikipedia bestenfalls als Vorerfindung bewertet werden.
  
- Eduardo San Juan wird als Erfinder des Mondgefährts gerühmt. Nach wikipedia hat die NASA seinen Namen nicht als Mitkonstrukteur gelistet. Es tauchen andere Namen auf.

- Gregorio Y. Zara gilt als Erfinder des Bildtelefons. Auch hier führt wikipedia nur Entwicklungsteams der Firma ATT und der Deutschen Reichspost an.
  
- Schließlich müssen wir noch Daniel Dingel erwähnen, der behauptete, er hätte einen Hydrogen-Reaktor erfunden. Mit seiner Hilfe könne man ein Auto nur mit Wasser betreiben. Schon die Präsentation des Musterautos stieß bei den Medien auf starken Argwohn. Jetzt hat die philippinische für Technik und Wissenschaft zuständige DOST-Insitution Dingels Behauptung offiziell als falsch erklärt.  

Die Liste führt noch manch anderen „Erfinder“ auf. Es ist aus der Laienperspektive jedoch schwer, die Erfindungshöhe und Bedeutung im Einzelnen einzuschätzen.  

Schließen wir das Kapitel „Wirtschaftlich-technische Aspekte“ mit dem Hinweis ab, dass gleichfalls die Infrastruktur des Landes – zum Beispiel im Hinblick auf Straßenverkehr, Hafenausbau, Energieversorgung, Umweltrecycling und Berufsausbildung - vielerorts unzureichend ist.  

C. Körperliche Aspekte  

Filipinos sind im Regelfall von kleinerem Körperwuchs und haben oft eine kleinere Nase als die sogenannte kaukasisch-weiße Rasse. Betrachten wir zunächst die zumeist geringere Körpergröße unter den Aspekten des Leistungssports.  

Ein Land verweist zum Beispiel gerne auf die Anzahl seiner olympischen Medaillen. Sie gelten oft als Ausweis der nationalen Tüchtigkeit, an ihnen kann sich ein Nationalgefühl breiter Bevölkerungskreise – auch der „coach potatoes“ – aufrichten. Erfolge im internationalen Spitzensport, der ja unter der Maxime „höher, schneller, weiter“ steht, sind sicherlich von vielen Faktoren - wie zum Beispiel der (finanziellen) Sportförderung - abhängig. Ein Faktor ist in vielen Disziplinen sicherlich auch die Körpergröße und da tun sich die eher kleinwüchsigen Filipinos insbesondere im Hinblick auf die Leichtathletikdisziplinen etwas schwerer. Nichtsdestoweniger sollten die Inselbewohner beim Blick in die olympischen Medaillenspiegel nicht unbedingt in den tiefsten Trübsinn verfallen. Philippinische Sportler haben - seit der ersten Teilnahme der Philippinen bei den Olympischen Sommerspielen im Jahre 1924 - zwar noch nie eine Goldmedaille, aber immerhin neun Medaillen, davon zwei Silbermedaillen, zumeist in den Boxdisziplinen gewonnen.

Nicht zu unrecht hat die Person, die wir in diesem Zusammenhang vorstellen, eine stärkere staatliche Förderung philippinischer Olympiakandidaten gefordert. Wir sprechen vom Boxer Manny Pacquiao, der eine mehr als eindrucksvolle Kampfstatistik aufweist. In seinen 51 Profikämpfen im Verlauf von zwölf Jahren errang er 45 Siege (davon 38 durch K.O.), drei Kämpfe wurden als unentschieden gewertet, nur drei Niederlagen hatte er zu akzeptieren. Er startete im Fliegengewicht und kämpfte sich nicht nur gewichtsmäßig hoch bis ins Weltergewicht. Nie zuvor in der Boxgeschichte ist es einem Boxer gelungen,  neun Weltmeistertitel in sieben Gewichtsklassen zu erringen. Manny Pacquiao darf sich rühmen, derzeit einer der wenigen neuzeitlichen Nationalhelden der Philippinen zu sein (16). Hoffen wir, dass sich sein Ruhm nicht in den Sitzen des philippinischen Repräsentantenhauses nicht zu schnell verflüchtigt.

Wenden wir uns dem weiblichen Geschlecht zu. Philippinische Frauen wollen – wenn wundert´s -nicht „dark, short, fat und ugly“ sein und orientieren sich vielfach an westlichen Schönheitsidealen. Kosmetikdöschen versprechen Hilfe. In diesem Zusammenhang kritisiert der Journalist Randy David heftig den häufigen Gebrauch von Körperbleichungsmitteln („skin whiteners“) durch philippinische Frauen. Die Verwendung von „Whitenern“ sei eine „Epidemie“, eine „Neurose“. In dem Bestreben, möglichst weiß zu sein,  habe man die “koloniale Unterwerfung quasi verinnerlicht“ (17).  

Ist den über ihr Erscheinungsbild frustrierten Frauen nicht die folgende kleine Story über die Schaffung der Menschenrassen bekannt? Als der Herrgott nämlich die Menschenrassen in seinem Ofen buk, passierten ihm  Pannen und die Erschaffung der Filipin{at}s erwies sich als gelungener Glücksfall, auf den er besonders stolz war. Er hatte nämlich bei der Erschaffung der weißen Rasse dem Ofen zu wenig Hitze und im Falle von Schwarzfarbigen zu viel Hitze gegeben. Nur bei der Erschaffung der Filipinos erzielte er den richtigen Bräunungsgrad.  

Es gibt auf den Philippinen nicht wenige Schönheitschirurgen, die einer Frau gegen gutes Geld helfen, sich - wenn nicht dem westlichen - so doch einem Mestiza-Aussehen zu nähern. Den ärztlich angebotenen Nasenrücken- und Nasenspitzenverlängerungen, Augenliederkorrekturen und Brustvergrößerungen haben wir an anderer Stelle eine Glosse gewidmet (18).  Wir wollen das hier Gesagte mit dem allbekannten Hinweis abmildern, dass auch Frauen in westlichen Ländern die Nähe von Schönheitstiegeln und die Hilfen der Schönheitschirurgen suchen.  

D. Nationale Aufmunterung  

Um die nationale Reputation nach innen und außen war schon die glamouröse Imelda Marcos auf ihre groteske Art und Weise bemüht. Angesprochen auf ihr luxuriöses Leben einerseits und die tiefe Armut breiter Bevölkerungskreise andererseits soll sie in einem Interview mit dem STERN erklärt haben:

„Wir Filipinos lebten doch stets in einer Identitätskrise, hatten Komplexe gegenüber unseren Kolonialherren und Plünderern aus Spanien, Japan und den USA. Ich versuchte nur mein Bestes, damit wir bei Staatsbesuchen im Ausland gut dastehen.  Mein pompöses Auftreten, meine tollen Kleider, der kostbare Schmuck: Alles nur Maske!“ (19).

Außenwirkung bedeutete ihr unendlich viel. Ob sie damit jedoch mit ihrem Mummenschanz das Image der Philippinen im Ausland verbessern und das nationale Selbstbewusstsein bei den der aufgeklärten Filipinos heben konnte, kann man jedoch sehr in Zweifel ziehen.  

Der neu gewählte Präsident Aquino III kennt offenbar das Problem des gestörten philippinischen Nationalgefühls, sonst hätte es nicht zum Thema einer seiner ersten Ansprachen gemacht. Er kritisierte in seiner Rede die Geringschätzung der historischen Vergangenheit des Landes, den vorherrschenden Egoismus, die Leistungsapathie und die Kultur der Schuldverschiebung im Lande. Zunächst formuliert er mit viel Pathos: „Ich glaube, dass das Blut, das in unseren Adern fließt, das Blut von Helden ist.“ Er bezieht sich dann aber im weiteren Fortgang seiner Rede auf eine Art Bürgerheroismus. „Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, Held zu sein. Es braucht kein Blutvergießen, keiner Speere und Gewehre … Ein guter und verantwortlicher Staatsbürger zu sein, das ist heroisch genug“ (20).  Damit rückt er deutlich von der klassischen hehren Heldenverehrung ab und bekennt sich hin zu einem Alltagsheroismus, der von vielen realisierbar ist. Hier könnte man sich auf alleinstehende Frauen beziehen,denen es zum Beispiel gelingt, ihren Kindern auch in bescheidenen Verhältnissen eine bessere Schulausbildung und damit eine Lebensperspektive zu verschaffen.  

Und vielleicht sollte man die Bezugspersonen und -objekte des nationalen Stolzes eher in anderen, bescheideneren Dimensionen suchen. Ansätze hierzu finden sich zum Beispiel im Internet, wenn die zumeist jugendlichen Schreiber äußern, sie seien stolz auf die Philippinen wegen  

-  der familiären Geborgenheit,
-  der lächelnden Unbekümmertheit und dem Anpassungsvermögen der Filipinos,
-  den Naturschönheiten und
-  last not least den häufig attraktiven Frauen.  

Das mögen keine nationalen Alleinstellungsmerkmale sein. Aber über solche Bezüge kann  sich – neben dem traditionellen morgendlichen Flaggenappell an den Schulen - auch ein robusterer nationaler Stolz aufbauen. Dabei sollte man auf mögliche Verletzungen nicht überempfindlich reagieren, wie es sporadisch immer wieder geschieht. Und man sollte ihn aber nicht an eine zu große Glocke hängen, denn wie lautet ein Sprichwort: Mit dem Wind, den man selber macht, lassen sich die Segel nicht füllen.

© Wolfgang Bethge, 2010  
________________________________________

(1) Barth Suretsky, A Point of View Inferiority Complex: A Filipino Malady? in: http://www.stuartxch...yComplex.html

(2) Tomas Quintin D. Andres, Positive Filipino Values, p.95  

(3) http://newsinfo.inqu...tional-heroes

(4) The Situation of Filipino Youth: A national Survey, Social Weather Stations, in:
http://www.sws.org.ph/youth.htm  

(5) Nathan Gilbert Quimpo, Colonial Name, Colonial Mentality and Ethnocentrism, in: http:// cpcabrisbane.org/Kasama/2004/V18n2/ColonialName4.htm  
(6) M. C. Garbones, Colonial Mentality: A Filipino Heritage?  in: http://www.scribd.co...ong-Filipinos

(7) siehe Wolfgang Bethge, Der tragische Kampf des Andres Bonifacio, in: http://bethge.freepa...bonifacio.htm

(8) siehe: Wolfgang Bethge, Diego und Gabriela Silang, Los Indios Bravos, in: http://bethge.freepa...de/silang.htm

(9) siehe: Wolfgang Bethge, Suchrätsel – Mabini, in: http://bethge.freepa...chraetsel.htm

(10) Vgl.: CIA-World Fact Book, https://www.cia.gov/...nCode=eas&#rp

(11) Niklas Reese, Armut unter Palmen, in: Reese / Werning (Hrsg.): Handbuch Philippinen, Bad Honnef, S. 54

(12) Die San Miguel Corporation ist auf den Sektoren Nahrungsmittel, Getränke und Verpackungen tätig und erzielte 2008 mit rund 26.000 Mitarbeitern in rund vierzig Ländern einen Umsatz von 227 Milliarden. Aktienanteile halten unter anderem die japanische Kirin Brewery (~ 20 %), staatliche Versicherungsinstitutionen (~ 12 Prozent), die SM Investment Corp. (~ 11 %; Henry Sy) sowie den ECJ-Companies (~ 17 %). Letztere gehören Eduardo Conjuangco Jr., der auch der Chairman und CEO der San Miguel Corporation ist. Wir kommen auf ihn zurück. Weniger bekannt ist, dass auch die relativ reiche Erzdiözese von Manila einige wenige Prozent an dem Unternehmen hält. (Bei der Bank of the Philippine Islands sind es sogar stolze 8,5 %).  

(13)Die Jollibbe-Fastfood-Kette wurde 1978 von Tony Caktiong gegründet. Mittlerweile hat sie weltweit über 1800 Verkaufsniederlassungen auf den Philippinen, in Südostasien, dem Vorderen Orient und den Vereinigten Staaten. Der Umsatz überstieg 2008 einen Umsatz eine Milliarde US$.  

(14) Wolfgang Bethge, Die wirtschaftlich einflussreiche Minderheit der Chinoys, in: Wolfgang Bethge, Die Philippinen, Aachen, 2009, S. 271  

(15) Filipino Inventors and Filipino Scientists, in: http:// inventors.about.com/od/Filipinoscients/ Filipino¬_Inventors_and_Filipino _Scientists htm  

(16) Siehe: Wolfgang Bethge, Manny Pacquiao - Der Weg vom Donut-Verkäufer zum Nationalhelden, in: http://bethge.freepa.../pacquiao-htm

(17) Randy David, The „epidermalization of inferiority“, Daily Philippine Inquirer, 19.07.2008  

(18) Wolfgang Bethge, Der Leistungskatalog eines Schönheitschirurgen, in: Wolfgang Bethge, Philippinen, Aachen, 2009, S. 311  
(19) zitiert nach: Wolfgang Gieler, Handbuch der Ausländer- und Zuwanderungspolitik, 2003, S. 483  

(20) Aquino pays tribute to martyred dad, national heroes, in: Philippine Daily Inquirer, 29.10.2010
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#186400 Ab ans Meer: Vorstellung einer Idee/Person/Leben

Geschrieben von Alfred Tetzlaff am 08 September 2010 - 12:44

Vereherter Nico,

… verliebter Anhänger der klassischen Triade „Sommersonne, Meer & Strand“


warum diese beliebig erscheinenden Aneinanderreihung von Gemeinplätzen aus den Katalogen der Tourismusindustrie etwas großmäulig „Triade“ genannt wird (schließlich könnte man diese Aufzählung zu einem Qurtett, Quintett, Sextett, Septett, usw. erweitern) und was an dieser verunglückten Alliteration „klassisch“ sein soll erschließt sich mir nicht so richtig.

Komisch, irgendwie assoziiere ich mit diesem „Sommersonne, Meer & Strand“-Setting Emil, Gustav mit der Hupe, den kleinen Dienstag und Pony Hütchen in Prof. Haberlands Hütte...

Mein Herz schlägt für die wärmeren Gefilde, Inseln und Sonnenziele südlich der frostigen Breitengrade. Das ist mein Spezialgebiet.


Ich staune immer wieder, wer sich alles so Spezialist nennt und für welche Spezialgebiete... ?

Das Reisen, Auswandern und Leben in fernen Ländern, empfehle ich jedem. Besonders Langzeit-Aufenthalte ohne Rückflug-Ticket entfalten ein Gefühl „ozeanischer Selbst-Entgrenzung, Freiheit, und purer Lebenslust.


Alter Falter, das muss ich jetzt aber mal sacken lassen! „Ozeanische Selbst-Entgrenzung“, alle Wetter, was immer das sein mag ...

Viele Member in diesem Forum beschäftigen sich seit vielen Jahren intensiv mit den Fragen Reisen und vor allem Auswandern (hier bevorzugt auf die Philippinen) oder haben diesen Schritt teilweise schon vollzogen. Bei intensiver Lektüre der vielen Beiträge dazu wird Dir sicherlich aufgefallen sein, dass keiner jemals das Gefühl ozeanischer Selbst-Entgrenzung, Freiheit und purer Lebenslust gespürt hat, jedenfalls nicht dauerhaft. Jeder der mit offenen Augen durch die Welt geht weiß, dass so ein Schritt immer ein Deal ist, bei dem man einige Vorteile zugunsten anderer aufgibt. Und jeder entscheidet für sich selbst, ob er diesen Schritt machen will oder nicht.

Erfahrungsgemäss dauert es eine ganze Weile, bis der Ballast des hektischen Alltags abfällt. Es ist kaum möglich, den Unrat vieler Jahre, das „Datumsdenken“, den Termin und Ordnungswahn, in zwei Wochen Club-Urlaub auszutrocknen. Da braucht es schon ein Abenteuer ohne offenes Ende.


Warum Datumsdenken und strukturiertes Handeln Unrat sein soll und ausgetrocknet gehört verstehe ich nicht so ganz. Spätestens wenn es um Deine Aufenthaltserlaubnis in einem fremden Land geht wirst Du an Fristen und Termine erinnert, die Du einzuhalten hast und spätestens an dieser Stelle musst Du Dich planvoll auf den Weg zum nächsten Immigration Office machen. Anderenfalls könnte Deine ozeanische Selbst-Entgrenzung von bicutanischen Mauern und Gittern begrenzt werden.

Freilich hat nicht jeder die Möglichkeit, oder die Mittel, sich den Luxus zu gönnen, Verpflichtungen hinter sich zu lassen, und einfach Mensch zu sein.


Erstens haben mich meine Verpflichtungen bis jetzt nicht daran gehindert Mensch zu sein, bzw. zu bleiben, zweitens kann man durchaus geteilter Meinung bei der Bewertung von Luxus sein.

Wie früher: Aufstehen, wenn die Lider wollen, aufs Meer hinaus, einen Fisch fangen, eine Frucht vom Baum pflücken, und tun, wofür der Mensch geboren ist: zu leben. Für sich, und für die Welt herum: Um schlicht die Freude zu vermehren. Nicht Habgier, Neid und Niedertracht!


Ficken hast Du vergessen! Oder nennt man das neuerdings „Freude vermehren“? Wieso wie früher? Haben die Leute früher so gelebt? Ich wüsste jetzt wirklich nicht wann und wo. Wozu ist denn der Mensch eigentlich geboren? Wenn ich mir dieses Szenario so bildhaft vorstelle, mal ehrlich, davon hätte ich spätestens (schon alleine deshalb, weil ich kein Fischesser bin und mir die obelixsche Wildschweinjagdtechnik nicht geläufig ist) nach einer Woche die Schnauze voll! Selbst mit einem Rudel knackiger Hula-Girls die mir morgens, mittags und abends einen…, lassen wir das hier. Und die Welt um Dich herum besteht immer auch aus Menschen mit unterschiedliche Interessen. Also wird es Konflikte und Meinungsverschiedenheiten geben. Die Konfrontation mit Habgier, Neid und Niedertracht wird Dir also unter keinen Umständen erspart bleiben. Eine ganz profane und banale Alltagserfahrung, um die Du niemals herumkommen wirst.

Ein Blick aufs Meer schenkt Harmonie. Der weite Blick aufs endlose Blau:


Da muss ich aber erst mal ‘ne ganz dicke Tüte rauchen.... Also wenn lediglich der Blick auf das endlose Blau des Ozeans Harmonie verheißt, dann beneide ich Dich ob Deiner Anspruchslosigkeit.

Millionen Deutsche lieben ihn. Und darum fahren sie; Alle Jahre wieder, ... Ab ans Meer!


Und die anderen armen Deutschen, die in die Berge zum Wandern fahren? Wird ihnen diese glückselige Verheißung von Harmonie auf ewig versagt bleiben?

Für mich waren zwei Wochen irgendwann zu wenig. Und ich habe einen Weg gefunden, vier daraus zu machen, dann sechs und zehn, bis ich ein Jahr am Stück unterwegs war, als nur zwei Monate geplant waren. Seitdem bin ich unterwegs; von Strand zu Küste, von Meer zu Meer.


Super für Dich, da bist Du ja auf den Philippinen goldrichtig. Hier kannst Du Deinem Robinson Crusoe Hype so richtig schön freien Lauf lassen. Freitag hast Du ja offenbar auch dabei. Mir gehen einsame Strände nach spätestens einer Woche mächtig auf den Keks. Es ist sicherlich reizvoll und entspannend dort eine Weile zu relaxen. Mir reichen auf den Philippinen aber gelegentliche Tagesausflüge an so einen einsamen Strand. Wegen mir kannst Du aber als Beachmaniac Dein persönliches Lebensgefühl gerne ausleben.

Ich habe ein Buch darüber geschrieben. Keinen Erlebnisbericht. Nichts Romantisches, sondern Fakten:


Also so ein Art "Fähnlein Fieselschweifs" Schlaues Buch...?

Wie kann ich mit 500,- Euro im Monat (wie) im Paradies leben? Das war die Frage, die ich mir lange, habe stellen müssen. Und ich habe sie beantwortet, weil ich sie (als mittellose Person, am Ende meiner Karriere) beantworten musste. Konkret und nachvollziehbar.  


Die Frage ist nicht, wie man mit 500,- € überlebt (darüber ist hier übrigens schon endlos diskutiert worden und jeder hat andere Bedürfnisse und Gewohnheiten und zieht anderer Schlüsse). Über diese Frage brauchst Du den Membern in diesem Forum keine langen Vorträge zu halten. Mir stellt sich eher die Frage, wie Du die 500,- € im Monat auf den Philippinen erwirtschaften willst? So ganz ohne „Datumsdenken“, und Termin und Ordnungswahn?

Was daraus geworden ist, bezeichnet der Verlag als „moderne Version von Henry David Thoreaus Klassiker“ „Walden - ein Leben in Wäldern“. Bloss, dass es in meinem Buch um das Leben am Meer geht, im 21. Jahrhundert.


Ohne das Buch gelesen zu haben drängt sich mir das Gefühl auf, das es sich hier eher um die moderne Version des Klassikers von Alex Alexander Milnes „Winnie-the-Pooh“ (die ich jedem in der Übersetzung von Harry Rowohlt („Ich und Du, der Bär heißt Pu“) ans Herz legen möchte) handelt. Aber irgend einen „sophisticated rubbish“ muss sich der Verlag ja als Marketinggag ausdenken, um so einen Unfug an den Mann zu bringen.

Eine Fundgrube, aber übersichtlich sortiert wie ein Supermarktregal, stehen Kniffe neben Tipps, und Tricks neben Erfahrungen, darunter Fragen, die sich jedem stellen, der vorhat, ins Ausland zu gehen, oder bereits dort leben.


Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass dieser Bauchladen mit Tipps, Tricks und Erfahrungen bei den meisten Membern lediglich ein müdes Gähnen hervorrufen wird. Wahrscheinlich vermarktet der Verlag nur einen Haufen Ladenhüter, B-Sortierungen und Überproduktionen palettenweise in einem Ein-Euro-Markt.

Noch eine Strategie, wie Deutschland sich selber abschafft? Ohne es gelesen zu haben bin ich fast sicher, dass hier noch ein Buch auf den Markt kommt, dass die Menschheit absolut nicht braucht.


So long…


AT
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#178637 Kurztripp nach Malapascua

Geschrieben von raiges am 03 Januar 2010 - 15:00

Eigentlich bin ich ja überhaupt kein Gruppenreisender, aber diesmal hatte es sich so angeboten. Member Mactan und sein Bekannter haben die An- und Abreise organisiert. Die Fahrt mit dem Van von Cebu City zum nördlichen Zipfel Cebu`s, nach Maya, dauerte ca. 3 Std. Der Fahrpreis hin und zurück betrug 2500 Peso. Bei 3 Zahlern ein guter Preis. Den Specialride hat dann J...., ein alter Malapascua´aner, verhandelt. Hin, sowie zurück, je 1000 Pesos, wir waren wieder 3 Zahler.

Nach ca. 20 Minuten Fahrt, sieht man sie auch schon, die kleine Insel Malapascua.

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Dort angekommen,

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haben wir uns im Hyppocampos eingemietet.

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Die Räumlichkeit war sehr sauber und mit Balkon ausgestattet, Fan und Bad natürlich inbegriffen. Kosten 1400 Pesos und 250 Für ne extra Matratze.

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Auch sonst geht es im Resort sehr sauber zu.

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Die teurereren Räume stehen an der Beachfront. Mir wurde was von 4100 pesos erzählt, kenne allerdings die Ausstattung nicht.

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Hier noch ein Blick auf´s Meer.

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Das Restaurant wartet mit schmackhaften Speisen auf, die so um die 250 Pesos liegen.

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Wer es etwas günstiger mag, sollte zum La Isla Bonita, etwas abseits vom Strand marschieren. Wir haben hier mehrmals gefrühstückt und uns auch schon mal nen Fisch für abends vorbestellt. Vorzüglich, zu günstigen Preisen. Bitte etwas Zeit mitbringen, es lohnt sich.

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Auf der Insel halten sich sehr viele Taucher auf, aber auch wir hatten unsere Freude an dem kleinen Rund. Die Insel lädt förmlich zum Relaxen ein. Es geht hier sehr ruhig zu und dennoch findet man Möglichkeiten sich des abends am Strand, den ein oder anderen Trink zu genehmigen, wenn man es gerne möchte. Ich war angenehm überrascht, als ich nach 9 Jahren wieder mal auf die Insel kam. Der Strand ist mit feinem weißen Sand ausgestattet. Wer gerne schwimmt, sollte ein wenig aufpassen. Es liegt schon mal ne Blechdose oder anderer Unrat im Wasser. Am besten bis ans Seegras laufen und dann rausschwimmen. Die ersten paar Meter im Wasser eigenen sich dennoch für´s planschen mit Kindern und die sprangen reichlich zu uns ins Wasser.

Hier 2 Bilder vom Strand.

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Fortsetzung folgt.....
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#196830 Krankentransport in der Provinz

Geschrieben von Bats am 23 September 2012 - 13:28

Jeder, der davon traeumt, auf einer einsamen Insel zu wohnen, sollte auch bedenken, wie er im Krankheitsfalle wieder davon runter kommt.

Das ging mir letzte Woche so durch den Kopf,  als ein nicht gehfaehiger Kranker auf meiner Banka tranportiert wurde. Da es auf der Insel nur 3 Autos gibt, wurde er mit dem Polizeimannschaftswagen zur Pier auf einem Campingbett gebracht. Er konnte im oertlichen Inselkrankenhaus nicht behandelt werden und musste auf die naechste groessere Insel.

Hier kommt etwas aufs Boot:

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Ich hatte schon Schwierigkeiten durch das Wasser auf die Stelling zu kommen, aber vereinte Mannes kraft schafft das, ohne dass der Kranke vom Bett faellt:

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Da liegt er nun der arme Wicht und wartet, dass die 2 Stunden Seereise zu Ende geht:

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Unterwegs passiert in unmittelbarer Naehe das Schiff von Caticlan nach Batangas. In Europa haette man vermutlich den Kapitaen angefunkt, ob er den Kranken mitnehmen koennte. Aber hier gibt es natuerlich kein Funkgeraet an Bord.

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Nach 2 Stunden und einigen Wellen endlich angekommen, jetzt wird der Kranke als letzter von Bord gebracht:

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Endlich an Land. Dort wartete tatsaechlich ein Ambulanzwagen. Leider passte dort die Campingliege nicht rein. Ein Umbetten war wohl nicht moeglich, sodass der Kranke erst einmal im Bootsterminal abgestellt wurde. Wie die Loesung aussah, habe ich nicht mehr gesehen.

So geht es zu auf vielen Inseln, ohne Infrastruktur. Uebrigens auch auf Sibuyan. Nur ist dort das Transportschiff viel groesser Eingefügtes Bild


Bats
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#189380 Zuckerrohrbahnen in Negros

Geschrieben von bigeagle198 am 07 Mai 2011 - 10:21

Dieser Bericht wurde von mir an jemanden geschrieben, der noch nie auf den Philippinen war. Aus diesem Grunde ist die eine oder andere Erklärung etwas ausführlicher gehalten:


Negros 2007

Vorgeschichte

Bei meinem dritten Besuch auf den Philippinen im Januar und Februar 2007 keimte in mir der Wunsch auf, etwas über Eisenbahnen auf den Philippinen zu erfahren. Eine Infrastruktur wie in Deutschland kann man schon wegen der vielen Inseln nicht erwarten. Die Gesamtzahl der Inseln beläuft sich auf über 7.000, aber eine nennenswerte Größe haben nur 11 Inseln. Cebu, die Heimat meiner Frau ist ca. 5.000km² groß bei einer ungefähren Ausdehnung von 200km Länge und 25km Breite. Bis in den 2.Weltkrieg gab es auf Cebu eine Strecke, die an der Ostküste entlanglief. Die größte Stadt auf Cebu heißt sinnigerweise ebenfalls Cebu, hat zurzeit ca. 800.000 Einwohner und ist damit nach der Hauptstadt Manila und hinter Davao die drittgrößte Stadt der Philippinen. Auf besagter Bahnlinie fuhren Dampfzüge und zwar sowohl Personen-, als auch Güterzugbetrieb. Im Rahmen des 2. Weltkrieges wurde die Bahnstrecke leider zerstört. Lani hat mir von Ihrem Großvater erzählt, der am 1. Januar 1902 geboren wurde (gestorben ist er 1998 und war zu der Zeit der älteste männliche Einwohner von Pardo, einem Stadtteil von Cebu mit ca. 50.000 Einwohnern). Lanis Mutter kann sich noch an einige Trassenreste erinnern, aber Schienen hat sie auch keine mehr gesehen. Hier ein paar historische Aufnahmen, die ich bei www.skyscrapercity.com gefunden habe:

http://www.skyscrape...&postcount=4408

http://www.skyscrape...&postcount=1928

Ich habe in der Familie meiner Frau geforscht, konnte aber leider keine Fotografien aus dieser Zeit ausfindig machen.

Neben dieser normalen Eisenbahn gab es im Norden von Cebu einen Schmalspurbetrieb, der Zuckerrohr von den Erntefeldern in die Fabriken gefahren hat. Lani hat selbst noch Züge gesehen, da ihr Vater aus dem Norden stammt und die Familie regelmäßig zu Besuch gefahren ist. Die Gemeinde heißt Daanbantayan. Bogo war das Zentrum dieser Zuckerrohrbahn, dort findet sich noch ein Relikt aus dieser Zeit, welches ich aber bisher noch nicht zu Gesicht bekommen habe:

http://www.livinginc...lay-bogo-plaza/


Angeregt durch diesen Bericht:

http://www.farrail.n...pinen-2007.html

lagen meine Hoffnungen im Besuch der Nachbarinsel Negros. Negros bedeutet die Schwarze und liegt ca. 5 bis 20km westlich von Cebu bei einer Größe von gut 13.000km². Negros ist die Zuckerrohrinsel der Philippinen. In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es aber einen Nachfrageeinbruch, die eine große Krise für die Bevölkerung nach sich zog. Außerdem wurde der Abtransport von den Feldern immer mehr auf die Straße verlegt. Die große Frage bestand also darin, ob und wenn ja was, man noch sehen können würde.

Anreise

Ausgangspunkt war der Busbahnhof-Süd in Cebu. Hier ein Haufen von Jackfruits:

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und der Bus, der uns bis San Carlos begleiten sollte:

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Von dort sind Lanis Freundin, die seit gut einem halben Jahr ebenfalls in Deutschland weilt, Lani und ich aufgebrochen. Erst fuhr der Bus an der Ostküste nach Süden, dann ging es quer über die ganze Cebu-Insel. Das heißt, erst ging es immer bergauf, nach der Überquerung des Bergkammes wieder bergab, bis wir in Toledo angekommen sind. Ich muss dazu erwähnen, dass es bedingt durch die 350jährige spanische Kolonialzeit viele Entsprechungen auf den Philippinen bezüglich der Namensvergabe von Orten gibt. Toledo hat einen kleinen Hafen.

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Unser Bus wurde eingeschifft und wir haben uns irgendwo ein Plätzchen gesucht.

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Der Bus im Schiffsinnern:

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Es war leider etwas windig an dem Tag. Unser Ziel war San Carlos, ein ruhiges Städtchen an der Ostküste von Negros ziemlich in der Mitte von Süd und Nord.

Dort suchten wir uns ein kleines Hotel und erkundeten die Stadt.

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Während Cebu ziemlich hektisch mit viel Betriebsamkeit ist, lebt es sich in San Carlos viel ruhiger. Man sieht auch viel mehr Trycycles als Autos auf den Straßen. Wer Ruhe mag, ist dort genau richtig aufgehoben.

Am nächsten Morgen zogen wir drei dann zum Busbahnhof. Wir sind mit einem Tricycle gefahren, also einem Motorrad mit Beiwagen für Passagiere. Ich musste mich da immer ganz schön reinzwängen, da die Menschen auf den Philippinen viel kleiner sind als ich.

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Die Busfahrt nach Sagay im Norden immer an der Ostküste entlang, zog sich ganz schön in die Länge. Mitten während der Fahrt stand diese Dame auf, um für die Mitreisenden einen Gottesdienst zu halten. Solche Laienpredigerinnen trifft man des Öfteren auf den Philippinen an. Diese Dame hat ungefähr eine Stunde gepredigt.

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In Sagay angekommen wurden wir von vielen Tricyclefahrern umringt, die alle Passagiere suchten. Da ich Ausländer bin, was natürlich offensichtlich war, stürmten natürlich alle auf mich los. Lani entschied sich für einen sehr jungen Fahrer, der aus seiner Sicht ein sehr gutes Geschäft gemacht hat. Er fuhr uns zu einer Zuckerrohrfabrik, die ca. 12km entfernt lag. Die Landschaft war sehr ländlich geprägt und von den Zuckerrohrfeldern dominiert.

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Alleine die Hinfahrt war schon Urlaubsgenuss pur. Lani und ich saßen in dem überdachten Beiwagen, Zandra hinter dem Fahrer. Vor der Sagay Incorporated warteten viele Laster auf Entladung:

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Besuch der Zuckerrohrfabrik

Endlich waren wir am Eingang angekommen:

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Es war gar nicht so einfach hineinzukommen. Der Wächter fragte einen wichtigeren Wächter. Der wiederum musste eine noch wichtigere Person befragen. Endlich konnten wir uns in eine Liste eintragen. Der Besuch war schließlich nicht angekündigt, wir waren auf Verdacht angereist:

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Rein durften wir aber immer noch nicht. Wir wurden in das Büro des Security Supervisors also dem Sicherheitschef geführt. Dort mussten wir warten. Man beachte das Aquarium im Hintergrund. Große Fische, ein riesengroßes Büro. Wir waren ganz nah dran an unserem Ziel, soviel stand fest. Als der Sicherheitschef endlich kam, hatte er drei Besucherkarten dabei, die wir uns um den Hals gehängt haben. Nach dem Besuch der Anlage haben wir die wieder abgegeben.

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Der Sicherheitschef hat uns dann persönlich durch die Anlage geführt. Ein paar Eindrücke von der Anlage:

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Plötzlich konnte man das erste Zeichen einer Eisenbahn erkennen. Das Zuckerrohr wurde auf eine Art Waggon geladen.

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Hier kann man erkennen, wie das Zuckerrohr von diesem Waggon verklappt wird, bevor es weiterverarbeitet wird:

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Hier die entleerten Waggons:

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Die Entladung wurde aber auch per Kran durchgeführt:

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Es stinkte und dampfte. Deutsche Umweltstandards darf man auf den Philippinen nicht erwarten:

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Dampfloks waren leider nicht zu sehen, nur Dieselloks. Die beiden Maschinen, die wir zu sehen bekamen, waren leider schon außer Betrieb. Trotzdem habe ich einige Bilder geschossen. Man kann erahnen, wie lange die Loks gefahren sind, um zu helfen, den wertvollen Teil des Zuckerrohrs zu extrahieren:

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Das zweite Exemplar sah noch weniger fahrtauglich aus. Der uns begleitende Sicherheitsbeauftragte meinte noch, in einer der beiden Loks befänden sich Einschusslöcher durch einen Überfall von Rebellen von vor ca. 15 Jahren. An die Geschichte kann ich mich noch gut erinnern, ob wirklich diese Löcher da waren, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen.
Jedenfalls war die zweite Maschine schon mit Grün bedeckt.

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Nach der Besichtigung der Loks sind wir noch in die Kantine gegangen, bevor wir dann endgültig die Fabrik verließen. Für mich gab es irgendwas mit Nudeln und ein Bier. Das Wichtige war dabei nicht der Alkohol sondern die Temperatur. Bei der Hitze hat das richtig gezischt.

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Hier unser Fahrer, Lanis Freundin und Lani:

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Ende Teil 1
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#179266 Reisebericht der 2te

Geschrieben von SteveGER1982 am 19 Januar 2010 - 13:13

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#178460 Winter in Subic

Geschrieben von Bats am 29 Dezember 2009 - 00:43

Auch hier ist der Winter eingebrochen. Darum zieht es viele Filipino-Familien an den Strand.

Hier ein paar Eindrücke vom Palladium-Beach in Barreto:

Strand links:

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Hier die phil. Strandhütten. Dort wird heftig gegrillt.

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Laufend werden neue Badegäste angelandet:

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Strand rechts:

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Strand Mitte:

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Im Hintergrund die Berge von Zambales und die arbeitslosen Schiffe auf Reede:

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Nach 20 Minuten Fußmarsch erreicht man den Baloy-Beach:

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Selbst am felsigen Ende gibt es Badegäste:

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Irgendwann kommt der durstige Wanderer dann zu einem der beiden Floating-Bars:

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Und wird dort von ca. 15 freundlichen Museumsführerinnen erwartet. Komisch, dabei gibt es weit und breit überhaupt kein Museum. :wacko:

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Egal. Hauptsache das Bier schmeckt in angenehmer Beglei(d)tung nach einem langen Spaziergang.
Und es ist immer noch besser als Schneeschippen.


Bats
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#176809 Die Gestalt des Padre Damaso in Rizals Roman „Noli me Tangere“

Geschrieben von wbethge am 11 November 2009 - 11:30

Die Gestalt des Padre Damaso in Rizals Roman „Noli me Tangere


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Der Franziskaner Damaso gehört - neben dem Haupthelden Ibarra und seiner Verlobten Maria Clara - zu den markanten Hauptfiguren in Rizals Roman „Noli me Tangere“. In seiner wenig sympathisch angelegten Person bündelt sich sicherlich ein gut Teil der Kritik, die Rizal gegenüber den Mönchsorden seiner Zeit hegt. Wir wollen im nachfolgenden den Versuch unternehmen, die Gestalt des Padre Damaso anhand der Romanvorlage nachzeichnen (1).

Auftreten und geistliche Grundsätze

Padre Damaso ist schon grauhaarig, die mächtige, von einer braunen Kutte eingehüllte Gestalt wirkt aber noch vital und kräftig.  Ein markantes Kinn kennzeichnet das Gesicht, das von einem feisten Nacken abgeschlossen wird. Vielleicht rührt der feiste Nacken auch von dem gebratenen Hähnchen her, dass er täglich zu speisen gewohnt ist. Mit weitausholenden Gesten unterstreicht er regelmäßig seine Worte. Padre Damaso spricht viel, ergreift ungefragt das Wort und fällt auch seinen Gesprächspartner oft wenig rücksichtsvoll und aggressiv ins Wort. Bei der Wortwahl ist er dabei nicht zimperlich. Er tritt anmaßend und dominant auf. An ihm dem Vertreter Gottes muß jede Kritik abprallen. Der Padre ist teilweise unbeherrscht und kann dann auch mit der Faust auf den Tisch schlagen und Ohrfeigen verteilen oder er greift zum Stock, um seinem Kirchenvolk Gebote einzubläuen. Stockhiebe bekommt auch der Totengräber des Kirchenfriedhofes, der ihn daraufhin später auch „Knüppelpadre“ und „Padre Garotte“ nennen wird (S. 78). Kein Wunder, dass der Franziskaner in seiner Gemeinde gefürchtet ist.

Schon bei der bloßen Annäherung an den geistlichen Würdeträger muß der Gläubige einiges beachten:

Hört, was die heiligen Dekrete sagen! - Wenn ein Indio einen Kurator auf der Straße trifft, so soll er sich so tief verbeugen, dass der Priester bequem auf seine Schultern steigen kann. - Treffen sich beide auf dem Rücken eines Pferdes sitzend, muss der Indio sein Pferd anhalten und ehrfürchtig seinen Hut oder Salakót vom Kopf nehmen - und schließlich, wenn sich der Indio auf dem Pferderücken befindet und der Kurator geht zu Fuß, ist der Indio verpflichtet, anzuhalten, abzusteigen, dem Dekret gemäß zu grüßen und darf das Pferd nicht eher wieder besteigen, bis es ihm vom Kurator gestattet wird, beziehungsweise dieser sich von ihm wieder außer Sichtweite entfernt hat. Das schreiben die heiligen Dekrete vor, und sie schreiben weiter vor, dass jeder, der ihnen nicht gehorcht, exkommuniziert wird!" (S. 218).

Der „Indio“ ist nach seinem Dafürhalten grundsätzlich „träge“ (S.13) und wohl auch dumm. Auch ein Auslandsaufenthalt kann an diesem Faktum wenig ändern. Als der aus Europa zurückgekehrte Ibarra von dem dort anzutreffenden gesellschaftlichen, politischen und religiösen Leben und seinen Freiheiten spricht, blafft Damaso ihn nur kurz an: "Du hast dein Vermögen umsonst vergeudet! Soviel weiß doch schon jeder Schuljunge (S. 25) und äußert einige Kapitel später zum gleichen Thema: “ Sie wissen sehr wohl, wie der Indio ist - gerade hat er ein wenig schreiben gelernt, und schon spielt er sich als großer Doktor auf! All' diese Rotznasen, die nach Europa geh'n ... (S. 241)“.

Rhetorisch beschlagen ist der Padre schon – die Frage ist nur, ob das einfachere Kirchenvolk seinem Spanisch und Lateinisch auch voll folgen konnte. In einer Kanzelrede beschwört er die verfluchte Sündhaftigkeit seiner Kirchenschäflein:

Ihr großen Sünder, die euch die Piraten der Seele … in die Knechtschaft des Fleisches und der Welt verschleppten, ihr, die ihr in den eisernen Fußfesseln schnöder Wollust auf den Galeeren des höllischen Satans rudert … (S. 215) .

Nicht zur Beichte zu gehen, ist ein grober Verstoß gegen die Kirchenpflichten und kann – wie wir noch sehen werden – zu schweren Konsequenzen führen. Verlassen wir hier die eher allgemeineren Feststellungen zu Vater Damaso und widmen wir uns der Frage, wie er in das Romangeschehen eingreift.


Frater Damasos Intrigen

Ibarra kehrt von seinem Europaaufenthalt zurück und wird mit der Nachricht konfrontiert, dass sein Vater im Gefängnis verstorben ist. Dem Vater hatte man vorgeworfen, ein „Filibuster“ (Freiheitskämpfer) zu sein, der am zufälligen Tod eines Steuereintreibers schuldig sei. Das Grab des Vaters lässt sich jedoch nicht finden. Im Gespräch mit einem Totengräber kommt Ibarra dahinter, dass Frau Damaso mit Stockhieben veranlasst hatte, den Leichnam wieder auszugraben und ihn auf den chinesischen Friedhof zu verbringen. Ein „Häretiker“- so Father Damaso -, der nicht zur Beichte ging und an den Sakramenten nicht teilgenommen hatte, könne nur dort seine letzte Ruhestätte finden. Der Totengräber jedoch scheute sich an jenem regnerischen Tag, ein Grab auszuheben und warf den Leichnam kurzerhand in die See. Ibarra sieht durch die Anordnung von Damaso das Gedenken an seinen Vater schwer geschändigt, aber er bleibt zunächst ruhig.

Damaso selbst wird wegen seines Auftretens und seiner Handlungen von einer Zivilbehörde in eine andere Pfarrei zwangsversetzt. Damaso kann die Zwangsversetzung nicht verstehen und er schimpft: Die Regierenden halten den Ketzern die Stange gegen die Abgesandten Gottes“ (S.15). Die Zwangsversetzung zeigt schon die Spannungen auf, die zwischen den Mönchen einerseits, den staatlichen Autoritäten und dem Erzbischof von Manila (Vorgesetzter der zumeist einheimischen „secular priests“ (2)) andererseits in Rizals Roman bestehen.

Ibarra stiftet im weiteren Verlauf des Romans der Gemeinde eine Schule. Anlässlich der Grundsteinlegung finden sich alle Honorationen einschließlich des Gouverneurs ein. Auch Ibarra steigt in die Baugrube, da stürzt das Gerüst mit dem Flaschenzug in die Tiefe und erschlägt Ibarra fast. Man vermutet ein Komplott, kann aber niemanden verantwortlich machen, obwohl jemand einen Mann mit brauner Kutte gesehen haben will, der zuvor in die Grube gestiegen war.

Bei einem größeren Empfang anlässlich einer Fiesta findet sich auch der nicht eingeladene Frater Damaso ein und beginnt alsbald zu lästern. Er findet die Architektur der Schule nicht gelungen und Ibarra habe seinen Arbeitern viel zu viel Lohn gezahlt. Ibarra bleibt zunächst ruhig. Als Damaso aber eine Anspielung auf die Kerkerhaft seines Vaters macht, rastet Ibarra aus und ruft: . „Priester eines Gottes, der ein Gott des Friedens ist, du nimmst den Mund voll mit Heiligkeit und Religion, aber dein Herz ist eine Mördergrube, du kannst nie erfahren haben, was ein Vater ist …“ (S. 142). Ibarra stürzt sich auf den Franziskaner und hätte ihn wohl auch mit dem Messer erdolcht, wäre ihm nicht seine Verlobte Maria Clara in den Arm gefallen.

Ibarra wird aber seltsamerweise nicht von der Polizei verhaftet, er genießt den Schutz des Generalgouverneurs, der mit den Mönchsorden hadert.

Einschub: Es ist ziemlich erstaunlich, dass Rizal die Staatsvertreter mit dem Generalgouverneur an der Spitze ziemlich positiv darstellt, werden es doch Regierungsvertreter sein, die dem Autor später den Prozess machen und ihn wegen Landesverrat und Rebellion zum Tode verurteilen. Möglicherweise zollt Rizal mit der positiven Darstellung dem liberalen, relativ fortschrittlich eingestellten Generalgouverneur Carlos Maria de la Torre (1869-1871) Anerkennung. Es gab jedoch nur wenige liberale Generalgouverneure auf den Philippinen, die meisten waren stockkonservative „Hardliner“ und strenge Verteidiger des spanischen Kolonialismus und der Allianz von Kirche und Krone.

Ibarra wird wegen seiner Tätlichkeit vom Erzbischof in Manila exkommuniziert und aufgrund der Exkommunikation gelingt es Fra Damaso auch, eine Heirat von Ibarra und der liebreizenden Maria Clara zu verhindern.
Zwischenzeitlich kommt es zu einer Unterredung zwischen Maria Clara und dem Amtsnachfolger von Frau Damaso - dem dürren, in sich gekehrten und schweigsamen Franziskanerpater Salvi.

Erwähnen wir am Rand, dass auch Pater Salvi seine Gelüste nicht ganz unterdrücken kann. Es wird von ihm berichtet, dass „seine knöcherne Hand … heuchlerisch unbeabsichtigt, in den Ausschnitt einer attraktiven jungen Frau geglitten ist“ (S. 364). Auch hat er ein Auge auf die schöne Maria Clara geworfen, es kommt aber zu keinen weiteren Verwicklungen.

Bei dem Zusammentreffen der beiden drängt Pater Salvi Maria Clara zu einem Austausch von Briefen. Sie gibt ihm einen Brief Ibarras mit politisch heiklem Inhalt, dafür bekommt sie Briefe ihrer Mutter, die Pater Salvi bei seinem Amtsantritt im Hause von Damaso fand. Aus den Briefen geht eindeutig hervor, dass die Mutter von Pater Damaso gewaltsam geschwängert wurde und sie die Tochter und nicht nur das Patenkind von Pater Damaso ist.

Der Erzbischof von Manila hebt die Exkommunikation von Ibarra nicht zuletzt auf Bitten des Generalgouverneurs auf und alles scheint sich zum Besseren zu wenden. Ibarras Feinde geben aber nicht auf. Sie inszenieren einen Angriff auf die städtische Polizeibehörde und belasten Ibarra als Rädelsführer. Er wird nunmehr von der Guardia Civil gesucht. Er flüchtet mit seinem Freund Elias, letzterer kommt aber im Kugelhagel zu Tode.  Man geht davon aus, dass auch Ibarra bei dem Zwischenfall auf dem See Ibarra getötet wurde. Ibarra lebt aber weiter und taucht in Rizals zweiten Roman „El Filibusterismo“ als Juwelier Simoun wieder auf. Er schleicht sich dort in die höheren Gesellschaftskreise ein. Ein von ihm geplantes revolutionäres Attentat scheitert jedoch. Er muß flüchten. Als die Feinde ihn umzingeln, vergiftet er sich (3).

Die überraschende Wandlung

Der angebliche Tod von Ibarra und die von Pater Damaso geplante Zwangsverheiratung mit dem ungeliebten Spanier Linares setzen Maria Clara zu. Sie wird krank. An das Krankenbett eilt auch Pater Damaso und er ist kaum wiederzuerkennen. Er ergreift ihre Hand „mit unbeschreiblicher Zärtlichkeit“. Bitte, weine doch nicht, meine Kleine. Deine Tränen verletzen mich. Erzähl' mir von deinem Kummer, und ich werde dir beweisen, wie sehr dich dein Pate liebt!(S. 423). Unter Zögern gesteht er ihr, dass sie seine Tochter ist. Und nun erfahren wir auch, was ihn zu all den negativen Handlungen gegenüber Ibarra und seinem Vater bewog:

Ich weiß, dass dein Freund [gemeint ist Ibarra ]aus deinen Kindertagen ein netter Junge war, und auch ich mochte ihn, wie ich auch seinen Vater mochte, aber ich begann beide zu hassen, als mir klar wurde, dass sie eines guten Tages nur Unglück über dich bringen würden, denn ich mag dich, ich verehre dich, und ich liebe dich, wie man nur die eigene Tochter lieben kann! Dein Glück war mein einziges Streben, ich sah dich aufwachsen, und es verging keine Stunde, in der ich nicht mindestens einmal an dich gedacht habe, ich träumte sogar von dir, denn du allein bist all meine Freude gewesen!" (S. 424).

Man weiß nicht so recht, ob man dieser verklärten Tochterliebe trauen kann oder ob sie nur geschauspielert ist. Der Pater befürchtete, dass Maria Clara im engeren Bezugsfeld von Ibarra und seinen politischen Ansichten nur eine unglückliche Frau und leidvolle Mutter hätte werden können.  Seinen eigenen Sündenfall sieht der bigotte und wohl auch scheinheilige Priester, der überall einen „Sündenpfuhl“ ausmachte, nicht. Keine Rede vom Bruch des Zölibats.
Schließen wir die Romanhandlung ab. Für Maria Klara gibt es angesichts der nahenden Zwangsverheiratung nur die Alternative „Tod oder Kloster“. Trotz starker Bedenken von Damaso geht sie ins Kloster. Dort wird sie später versterben. – Padre Damaso erhält nach kurzem Aufenthalt in Manila die Nachricht von seinem Orden, dass er ein neues Vikariat in der Provinz übernehmen soll. Doch am nächsten Morgen findet man ihn plötzlich tot in seinem Bett. „Die einen sagen, ihn hätte der Schlag getroffen, die anderen meinen, er wäre an einem Alpdruck gestorben …“ (S. 434).

Bewertung

Das Erscheinen des Buches „Noli me Tangere“ schlägt Riesenwellen auf den Philippinen und kann den Mönchsorden in keinster Weise gefallen. Noch nie wurden die Mönche einer solchen öffentlichen Kritik ausgesetzt. Schnell wird der Ruf nach Zensur laut. Der Augustinermönch Jose Rodriguez schreibt zum Beispiel ohne nähere Beweisführung:

Auf fast jeder Seite und in fast jedem Absatz finden sich Lügen, Aufwiegelungen zur Gewalt, die einfach abscheulich und vulgär für echte Christen sein müssen. Die Schändung unserer ehrenwerten Heilige Kirche, Gottesfrust, Ignoranz und bösartige Aufforderungen kann man nur als  Verschwörungen des Verräters Luzifer und anderer Häretiker verstehen. Es finden sich im Buch abwegige Lehren, wahrhaft häretische Gedanken und Aufforderungen, sich von unserem Gott abzuwenden. Alles dies kann man in diesem perversen Buch lesen. Es sollte deshalb verboten werden. Wer immer es liest, begeht eine tödliche Sünde“ (deutsche Übersetzung) (4).

Zensurkommissionen werden eingesetzt. Alle kommen mehr oder weniger zu dem gleichen Befund: Das Buch ist häretisch, unfromm, skandalös und untergräbt die staatliche Ordnung. Es wird gebannt. Jeder, der das Buch besitzt, verkauft oder liest, riskiert zumindest die Exkommunikation. Das Buch zirkuliert nun zu horrenden Preisen im Untergrund.
Angemerkt soll in diesem Zusammenhang, dass Rizal sich durchaus als Christ fühlte. Sein zweites Buch „El Filibusterismo“ ist sogar den drei exekutierten säkularen Priestern Gomez, Burgos und Zamora gewidmet. Die in diesem Buch auftretenden Geistlichen sind oft positiv gezeichnet.

Was ist aber von der Romanfigur des Fraters Damaso zu halten? Der bekannte philippinische Publizist Ambeth Ocampo äußert, dass er in der Gegenwart kaum Mönche angetroffen hat, die der Figur des Fraters geähnelt hätten. Und er führt weiter aus, wenn alle Geistlichen so bösartig und gefürchtet wie Damaso gewesen wären, hätten sie sich vermutlich nicht so frei und unbekümmert im Lande bewegen können. Es hätte zu mehr Zwischenfällen mit Vertretern der Mönchsorden kommen müssen. Die gab es sicherlich und machten sich insbesondere n den riesigen Ländereien und dem zum Teil ausbeuterischen Pachtwesen der Mönchsorden fest. Ocampo zitiert als positives Kontrastbeispiel einen Brief des ersten Präsidenten der Philippinen Emilio Aguinaldo (1869-1964), in dem er die Herzensgüte eines Bruders Tomas preist (5).

Damaso also eine Karikatur, eine Figur der politischen Propaganda, der literarischen Überhöhung, obwohl Rizal im Vorwort zu seinem Roman verspricht, die Zustände im Land „getreulich und schonungslos“ zu beschreiben?
Frater Damaso steht vermutlich nicht repräsentativ für die damalige Mönchsgeistlichkeit. Gleichwohl wird es einzelne Mönche, die ähnlich wie Pater Damaso handelten, sicherlich gegeben haben. Es gibt es keine veröffentlichte Statistik darüber, wie viele Mönche zu dieser Zeit zum Beispiel das Zölibat brachen und wie viele uneheliche Kinder aus solchen sexuellen Liaisionen hervorgingen. Die Vielzahl der Mestizo(a)s mit spanischem Blut deutet aber daraufhin, dass es zu dieser Zeit - selbst wenn man die Liaisionen der die kleinere Gruppe der spanischen Verwaltungsbeamten, der Kaufleute und des Militärs mit einheimischen Frauen in Abzug bringt - nicht wenige Fälle von verschwiegenen Sexualkontakten mit weiblichen Kirchgängern gab.

Mit diesen leicht kritischen Anmerkungen soll aber Rizals Roman „Noli me Tangere“ keineswegs abgewertet werden. Es ist ein spannend und gut geschriebener Roman mit viel Lokalkolorit, interessanten Dialogen und enormer politischer Nachwirkung für die Geschichte der Philippinen.

© Wolfgang Bethge, 2009
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(1) Zitate aus: Jose Rizal, Noli me tangere, Darmstadt, 2000
(2) Nähere Ausführungen in:meinen Artikel: Die Hinrichtung der Fratres Gomez, Burgos und Zamora, in: W. Bethge, Die Philippinen – Einblicke in Natur, Kultur, Geschichte und Gesellschaft, S. 135 ff., Aachen, 2009
(3) „El Filibusterismo“ in deutscher Übersetzung, les- und downloadbar über: http://www.rms-gs.de/litdeu/fili.html
(4) Fr. Jose Rodriguez Religious Order of Saint Agustin, Beware, in: http://elibro.tripod.com/beware.htm
(5) The Spanish friar, beyond the Propaganda, in: http://www.inq7.net/..._arocampo-1.htm
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#176481 Kandidaten der Präsidentenwahl 2010

Geschrieben von wbethge am 02 November 2009 - 11:08

Kandidaten der Präsidentenwahl 2010


Für den 10. Mai 2010 sind auf den Philippinen unter anderem Präsidentschaftswahlen angesetzt. Der gewählte Präsident wird der 15. Präsident der Philippinen sein. Es warten fast unlösbare Aufgaben auf ihn. Beispielhaft sei hier genannt die Bekämpfung der Massenarmut, die Befriedung des Landes (NPA, separatistische Gruppierungen auf Mindanao), die aufgrund der Bevölkerungsexplosion bitternotwendige Schaffung von Arbeitsplätzen im Land, die Eindämmung der wuchernden Korruption, Rechtsstaatsdefizite, der Schuldenabbau und eine umfassende, nicht nur ansatzweise verfolgte Landreform.

Verfolgt man die philippinische Nachkriegsgeschichte, so sind diese Forderungen an die politische Führung bestimmt nicht neu. Sie sind immer wieder beschworene „Dauerbrenner“, die jedoch über die Jahrzehnte kaum einer Lösung näher gebracht wurden. Nicht wenige bezweifeln deshalb Nutzen und Wert demokratischer Wahlen und suchen die Lösung im gewaltsamen Aufstand und gesellschaftlichen Umsturz.

Man hat die wirtschaftlichen Probleme des Landes auch mit der lang anhaltenden Vorherrschaft der alten politischen Cliquen und Machteliten in Verbindung gebracht. Es tauchte schon die ketzerische Frage auf, ob die Philippinen wirklich eine Demokratie repräsentieren oder ob das Regieren nur ein lukratives Familiengeschäft sei. Für die alte Machtelite sei die Erhaltung der wirtschaftlichen Pfründe – wie überhaupt des Status quo – vorrangig gewesen. Inkompetenz, mangelnder Durchsetzungswille und die Abhängigkeit von Wirtschaftsmäzenen hätten die Situation weiter verschlimmert. Dieser Erklärungsansatz allein ist sicherlich nicht ausreichend, darf aber nicht unbeachtet bleiben.

Ein weiterer Aspekt sollte erwähnt werden. Präsidentenwahlen auf den Philippinen sind in erster Linie Persönlichkeitswahlen mit eher schwacher personeller und finanzieller Förderung durch die Parteien. Wahlkämpfe, die breitere Bevölkerungskreise ansprechen, sind jedoch teuer. Die Kandidaten sind zur Finanzierung ihrer Wahlkämpfe häufig auf Mäzene angewiesen und die findet man insbesondere in der vermögenden Oberschicht. Ein gutes Wahlsponsering kann die eigene Kandidatur ersetzen. Fast zwangsläufig ergibt sich aber durch die Annahme der Unterstützung eine politische Abhängigkeit des Kandidaten.

Es war der Kostenaspekt, der den Senator Lacson veranlasste, sich von der Präsidentenwahl im Juni 2009 zurückzuziehen. Wir zitieren ihn in deutscher Übersetzung:

„Es wird Zeit, die Realität wahrzunehmen, nämlich dass die Absicht, die Lage im Land zu verbessern, zu einem Unternehmen wird, das nur denjenigen gelingt, die über unbegrenzte Mittel verfügen ...  Es ist traurig zu sagen, dass wir heute feudale Zustände haben, die als Demokratie bezeichnet werden … Die Armen werden Irre geführt in dem Glauben, dass das A und O der öffentlichen Verwaltung darin besteht, Bonbons zu werfen, Instantnudeln zu verschenken oder gelegentliche Hilfe in der Not zu geben“ (1).

Fügen wir an, dass Geschenke und Zuwendungen von einem größeren Teil der Wähler auch erwartet werden. Die Bestechungsbereitschaft der Wähler trägt auch zur allgemeinen Misere bei. Von der Präsidentschaftskandidatin Legarda hat man übrigens eine ähnliche Systemkritik wie die obige von Lacson gehört. Wir haben von politischen Erbhöfen und Cliquenverbindungen gesprochen, ohne dies näher zubelegen.  Dies soll unter anderem im Nachfolgenden geschehen.

Doch schauen wir uns zunächst eine Auflistung mit Umfrageergebnissen an, die das SWS (Social Weather Stations) im September 2009 repräsentativ erhoben hat. Gefragt wurde danach, wer der nächste Präsident sein sollte. Es war nur eine Antwort zugelassen. Die Umfrage ergab die folgenden Spitzenreiter (2):

Benigno Aquino:          51 %
Manny Villar:            20 %
Joseph Estrada:          11 %
Francis Escudero:         8 %.    

Wir werden uns zunächst diesen aussichtsreicheren Präsidentschaftskandidaten und - soweit schon bekannt - ihren jeweiligen „running mates“ (Kandidaten für das Vizepräsidentenamt) zuwenden. Daneben gibt es aber auch noch eine ganze Reihe von bekannteren Präsidiablen, von denen man noch nicht weiß, ob sie für das Präsidenten- oder das Vizepräsidentenamt kandidieren werden. Die Koalitionen sind teilweise noch offen.  

I. Benigno „Noynoy“ Cojuangco Aquino III / Manuel „Mar” Roxas II

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Der Name von Benigno Aquino taucht in den früheren Jahresumfragen zur Präsidentenwahl nicht auf. Benigno Aquino hat nämlich seine Bereitschaft für die liberale Partei zu kandidiere, erst 40 Tage nach dem Tod seiner Mutter, der früheren Präsidentin Cory Aquino (1986-1992), am 9. September 2009 bekannt gegeben. Um so erstaunlicher, dass er mit 51 % eindeutiger der „Shooting Star“ unter den Spitzenkandidaten ist.  Analysten führen dies vor allem auf den „Magic glow“ („magisches Leuchten“) seiner beliebten, als unbestechlich geltenden und bescheiden auftretenden  Präsidentenmutter zurück. Noch sonne er sich noch in ihrem Nachglanz.

Ganz unbekannt war er jedoch den politisch Interessierten nicht. Nach einem Wirtschaftsstudium und leitenden Funktionen im Wirtschaftssektor wurde der 1960 geborene Benigno wiederholt von seinen Wählern – zuletzt 2004 - in Tarlac ins Repräsentantenhaus gewählt. Er übernimmt eine führende Position innerhalb der oppositionellen liberalen Partei. 2007 wird er Senator. Aber bleibt in diesen beiden Funktionen etwas farblos. Kritiker sprechen auch von Kompetenzmängeln.

In Ansprachen hat der selbstbewusste, reformorientierte Kandidat - „I want a presidency that will be missed by the people when I step down“ (3) - sein Regierungsprogramm etwas umrissen. Er fordert mehr Regierungseffizienz, seine vormalige Ökonomie-Lehrerin, die derzeitige Präsidentin Gloria Arroyo, hätte in diesem Punkt weitgehend versagt. Der Mindanao-Konflikt lässt sich nach seinem Dafürhalten nur auf dem Verhandlungsweg lösen. „ It is talk, talk, talk because otherwise, there will be war, war, war, war”.  Konkurrent Estrada äußert such in diesem Punkt viel kampfbetonter. Dem verschwundenen Vermögen von Ex-Präsident Marcos will er nochmals nachsetzen und das Dauerthema endgültig abschließen. Der Rechtstaat soll gestärkt werden und auch der einfache Bürger sein Recht finden. „I want to make democracy work not just for the rich and the well-connected, but for everybody “. Ein zentrales Wahlkampfversprechen gilt auch der Bekämpfung der Korruption. „During my mother’s time, she was not corrupt. Even the policeman had second thoughts of being corrupt” (4).

Benigno Aquino gehört zum mächtigen und einflussreichen Cojuangco-Clan, der politisch in zwei Lager gespalten ist.  Ein Flügel galt in der Vergangenheit als Marcos-treu, er wird derzeit unter anderem von seinem Cousin und Präsidentschaftskonkurrenten Gilberto Teodore präsentiert. Die Mutter von Benigno gehörte zum anderen reformorientierten Flügel. Benigno Aquino ist Teileigentümer der großen Lousita-Farm, die von der Agrarreform durch juristische Winkelzüge und unter heftigen Protesten der Bauern weitgehend ausgeklammert wurde. Benigno ist auf den Teilbesitz der Ranch angesprochen worden. Er äußerte nur, dass er über eine Landaufgabe zumindest darüber nachdenken würde. Zu den reichen Senatoren gehört er mit einem registrierten Nettovermögen von ca. 27 Mio. PHP jedenfalls nicht (5). Vielleicht wird auch deshalb in seinem Wahlkampflager mit dem Slogan „Piso para kay Noynoy" (Pesos for Noynoy) um finanzielle Unterstützung geworben.

Die Wahlkampfambitionen von Benigno Aquino könnten durch Einflussnahmen der Katholischen Kirche einen Dämpfer erfahren. Ganz im Gegensatz zu seiner Mutter – der „Tita Cory“ - setzt er sich für den Gebrauch von Verhütungsmitteln und eine Begrenzung der Geburtenzahl ein. Es versteht sich, dass solche Forderungen auf stärksten Argwohn der Kirche stoßen.

Erwähnen wir noch, dass er während des Honasan-Putsches (1987) durch fünf Schüsse verwundet wurde. Eine Kugel soll noch heute in seinem Hals stecken. – Er ist noch Junggeselle. Seine Freundin soll Valenzuela Soledad sein, der man auch politische Ambitionen nachsagt.  


Manuel „ Mar“ Areneta Roxas II

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Der jetzt 52-jährige Senator Roxas entstammt der als sehr vermögend und einflussreich geltenden Arentea Familie. Sein eigenes Nettovermögen wurde 2008 mit 111 Mio. PHP beziffert. Schon der Vater war Senator, der Großvater Manuel sogar der erste Präsident der Philippinen (1946-1948).

Er studierte u. a. in den USA Wirtschaftswissenschaften und war dort auch sieben Jahre als Investmentbank tätig. Er unterstützt kurzfristig Cory Aquino in ihrem Wahlkampf gegen Expräsident Ferdinand Marcos. 1993 bewirbt er sich als 35-Jähriger erfolgreich um einen Sitz im Congress und nimmt mit dieser Wahl die Position des verstorbenen Bruders ein. Unter Präsident Estrada ist er ab 2000 für kurze Zeit Minister für Industrie und Handel, gibt das Ministeramt unter dem Eindruck von EDSA II (2001) und den Korruptionsvorwürfen gegenüber Estrada auf. Die neu installierte Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo beruft ihn wiederum in gleicher Funktion in ihr Ministerkabinett, in dem er aber nur bis 2003 bleibt. 2004 wird er mit sehr großem Stimmenvorsprung zum Senator gewählt.

Ab dieser Zeit hat er an vielen Gesetzesvorhaben mitgewirkt. Sie betreffen u.a.:  die Bekämpfung des Schmuggels; die Steuerbefreiung von ca. sieben Millionen Mindestlöhner, die Computeraustattung von Schulen; einen Schulfund, der gleiche schulische Startbedingungen fördern soll; den Ausbau alternativer Energien und den Zugang zu billigerer Medizin. Manual Roxas II plädiert für die Abschaffung der Todesstrafe und empfahl die Begnadigung von Expräsident Estrada aus humanitären Gründen.

Ursprünglich wollte er, der Vorsitzender Liberalen Partei, sich selbst der Präsidentenwahl stellen und er rangierte auch in den Umfragen des ersten Halbjahres auf einem vorderen Platz. Vielleicht hat er auch Popularitätsgründen im April 2009 sieben Hektar seines Grundbesitzes Obdachlosen zur Verfügung gestellt (6). Im September 2009 verzichtete er auf das Präsidentenamt zugunsten von Benigno Aquino und kandidiert nunmehr nur noch als Vizepräsident. Manche sagen, dass er als „Technokrat“ die ideale Ergänzung zu dem mehr an Grundsätzen orientiertem Benigno Aquino darstellt. Am 27.10.2009 heiratete er seine langjährige Lebensgefährtin, die populäre TV-Journalistin Korina Sanchez.

Erwähnen wir noch, dass auch der langjährige Priester und Gouverneur von Pampangas Ed Panlilo im Oktober 2009 auf eine Präsidentenkandidatur zugunsten von Benigno Aquino verzichtet hat.


II. Manuel “Manny” Villar. Jr.

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Der 1949 geborene Manuel Villar hat eine äußerst steile wirtschaftliche und politische Karriere genommen. Er ist zusammen mit acht anderen Geschwistern in einer angemieteten Wohnung im Slum von Tondo aufgewachsen. Der Vater war kleiner Verwaltungsangestellter, die Mutter eine Fischhändlerin.  Schon früh hilft er der rührigen Mutter bei ihren Fischandelsgeschäften. Aus dieser Zeit gibt es eine kleine Anekdote. Als er eines Tages für die Mutter einen Scheck bei einer Bank einlösen will, rümpft der Bankangestellte die Nase und moniert den Fischgeruch der Scheine. Der Junge klärt daraufhin den Bankvertreter darüber auf, dass trotz des Fischgeruchs eine Annahmepflicht für die Pesoscheine besteht.

Manuel Villar besucht die University of the Philippines und schließt mit einem betriebswirtschaftlichen Grad ab.  Nach dem Studium steigt er gleichfalls in den Fischhandel ein.  Die Geschäfte gehen aber nicht gut und er muss mit 22 Jahren Bankrott anmelden. Später verkauft er für eine Bank Kredite der Weltbank. 1975, mit 25 Jahren, borgt er sich 10.000 Pesos und schafft sich zwei ältere Lkws an, um Sand und Kies zu verkaufen.  In den siebziger Jahren kauft er Grundstücke auf und errichtet darauf kostengünstige Häuser für die Mittelklasse. Heute ist sein BF Homes Unternehmen der größte Bauunternehmen Südostasien im Niedrig-Preis-Segment. Er soll 100.000 Familien eine Unterkunft gebaut haben.  Die Forbes-Liste der philippinischen Superreichen führte ihn 2009 mit einem Vermögen von etwa 110 Mio. US$ auf Rangplatz 24. Er galt und gilt als reichster Vertreter der Legislative.

1972 wird er ins Repräsentantenhaus gewählt. 1998 wird er dessen Sprecher. 2001 erfolgt erstmals die Wahl in den Senat. Zwei Jahre später wird er Präsident der Nationalista Party, der ältesten politischen Partei der Philippinen.  In den Jahren 2006 – 2008 ist er auch Sprecher des Senats, verliert aber danach den politischen Rückhalt und muss Ponce Enrile weichen.

Im Senat hat sich Manuel Villar insbesondere für das C5-Strassenbauprojekt und die Förderung junger Unternehmer eingesetzt. Er findet es bedauerlich, dass die führenden philippinischen Unternehmer schon im höheren Lebensalter stehen.

Es ist noch unklar, wenn Manual Villar zu seinem Partner als „running mate“ nehmen wird. Seine Favoriten sind der derzeitige Vizepräsident Noli de Castro und die Senatorin. Lorna Legarda. Beide Kandidaten jedoch haben sich noch nicht öffentlich erklärt, wen sie letztendlich unterstützen werden.



III. Noli de Castro

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Der derzeitige Vizepräsident der Philippinen Noli de Castro lässt es derzeit noch offen, ob und für welches Amt er sich bewerben wird, das des Präsidenten oder des Vizepräsidenten. Wichtiger als die schnelle Beantwortung dieser Frage ist für ihn, die Beseitigung der durch den Taifun Pepeng verursachten Schäden. Bei Katstropheneinsätzen ist er öfters unmittelbar vor Ort, die Konzentration auf diese Arbeit ist ihm vorerst wichtiger.

Noli de Castro wurde 1949 auf Mindoro geboren. 1971 erwirbt er ein Wirtschaftsdiplom an der University of Far East. Später wird ihm der Titel eines Ehrendoktors verliehen. Noch in der Marcos-Ära wird er Rundfunkreporter. Populär wird er durch seine Funktion als „anchorman“ (Haupt-Moderator)  bei dem Medienunternehmen ABS-CBN. Er präsentiert u. a. „Kabayan“  und „TV-Patrol“. 1999 wird er Vizepräsident einer ABS-CBN Radiostation.

Mit der ungewöhnlich hohen Zahl von 16 Millionen Wahlstimmen wird er als parteiunabhängiger Kandidat 2001 zum Senator gewählt. Als Senator wirkt er u. a. an Anti-Korruptionsgesetzen mit.  Mit knappem Vorsprung vor seiner Konkurrentin Loren Legarda entscheidet er 2004 die Wahl zum Vizepräsidenten für sich.  Präsidentin Arroya ernennt ihn auch zum Minister für Haus- und Stadtentwicklung. Er fungiert auch als Präsidentenberater in OWF- (Overseas Filipino Workers) Angelegenheiten.

Versuche der Stiefsöhne, ihn der Bigamie und der Dokumentenfälschung anzuklagen, scheitern 2007. Das zuständige Gericht wies die Klage ab.

Die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Armutsbekämpfung sind für ihn vorrangig. „I will take the trust and confidence of the people … as my inspiration and use it to direct my efforts and actions towards programs that are truly beneficial to the public and the poor“(7). Ob diese Äußerung nur ein Lippenbekenntnis ist, bleibt abzuwarten.


IV. Joseph Estrada


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Wer kennt ihn nicht,

-  den Schwerenöter Joseph Estrada, der eigentlich Jose Marcelo Ejercito heißt und zur Zielscheibe vieler Witze wurde

-  der einer Familie der unteren Mittelschicht entstammt und in Tondo geboren wurde

-  und in jungen Jahren in mehr als 100 Filmen heldenhaft insbesondere für die Armen kämpfte;

-  der 1992 running mate des reichen Präsidentschaftskandidaten  Eduardo Cojuangco Jr. war und  Vizepräsident unter dem Präsidenten Fidel Ramos wurde

-  der u.a. mit finanzieller Unterstützung des Geschäftsmanns Lucio Tan im Juni 1998 mit großer Mehrheit zum Präsidenten der Philippinen gewählt wurde und dieses Amt  (mit einigen Ausfallerscheinungen) bis zu seiner Amtsenthebung bis Januar 2002 ausübte

- und der zuletzt (2007) wegen Korruption unter Hausarrest stand, bis ihn die Präsidentin Arroyo begnadigte.  

Der 72-Jährige will es nochmals wissen und baut insbesondere auf die Unterstützung der ärmeren Bevölkerungskreise, für die er – wie überhaupt - in seiner kurzen Amtszeit als Präsident wenig getan hat. Seine politischen Vorsätze blieben – wie bei den meisten philippinischen Präsidenten - weitgehend Absichtserklärungen. Das hat aber der Strahlkraft seines Images als scheinbarer Kämpfer für die Entrechteten und Benachteiligten offenbar keinen Abbruch getan. Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung möchten ihn immer noch als Präsidenten sehen (s.o).

Verfassungsrechtliche Bedenken in Bezug auf seine Wiederwahl – die philippinische Verfassung erlaubt nur eine Amtszeit als Präsident - weist er zurück. Er habe ja gar nicht eine ganze Amtszeit amtiert, ehe er zu unrecht aus dem Amt gedrängt wurde. Die einschlägige Verfassungsbestimmung sei also gar nicht anwendbar.

2007 hatte ihn ein Gericht wegen Korruption und Bezügen aus illegalem Glücksspiel zu lebenslänglicher Haft verurteilt, die kurz darauf in Hausarrest umgewandelt wurde. Aus humanitären Erwägungen begnadigte ihn die derzeitige Präsidentin unter Auflagen. Nach Regierungsansicht sahen die Kautelen u. a. vor, dass er sich von politischen Ämtern in Zukunft fernhält. Estrada seinerseits behauptet, dass die Begnadigung ihm keine politischen Barrieren aufgestellt hat. Es liegen also sich widerstreitende Rechtsauslegungen vor. Man wird abwarten müssen, ob die Gerichte seine Kandidatur letztlich als zulässig erklären.

Estrada war längere Zeit auf der Suche nach einem running mate als Vizepräsidenten und erhielt schon etliche Absagen (u.a. Loren Legarda, Francis Escudero) Jetzt – Ende Oktober 2009 – verdichten sich die Gerüchte, dass er den populären Bürgermeister von Makati Binay zu seinem Kandidaten als Vizepräsidentin bestimmen wird.

Programmatisch hat sich Estrada bislang eher zurückgehalten.  Wie schon 2001 so hat er sich auch 2009 sich für einen „all-out-war“ (totaler Krieg) ausgesprochen, um  die anhaltenden Aufstände  der Moslems und Kommunisten zu beenden (8).


V. Gilberto Eduardo „Gilbert“ Cojuangco Teodore Jr.

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Gilberto Teodore (geb. 1964) ist seit September 2009 der Kandidat der derzeitigen  Regierungskoaltion unter Führung der neu fusionierten Partei Lakas-Kampi-CMD. Seine Aufstellung signalisiert, dass sich die derzeitige Präsidentin Arroyo Macapagal-Arroyo, die ja in den letzten Jahren rapid an Ansehen verlor, sich nicht mehr der Wahl stellen wird.  Aktuelle Umfragen sehen ihn zwar nur bei weit unter fünf Prozent, aber das stört ihn nicht.   Bis zur Wahl seien es doch noch sechs Monate und der derzeitige Riesenvorsprung seines Cousins Benigno Aquino sei vermutlich nur „ephemer“ (flüchtig).

Heben wir nochmals hervor, Gilberto Teodore ist ein Cousin von Benigno Aquino wie auch Cousin des umtriebigen, schwer reichen Eduardo Cojuangco Jr., dem Vorsitzenden der San Miguel Corporaration. Gilberto repräsentiert den Marcos-treuen Flügel des Cojuangco-Clans. Im Rahmen seiner Kandidatenvorstellung hob Gilberto Teodore hervor, dass er sich keine Schlammschlacht mit seinem Cousin liefern werde.

Er hat Rechtswissenschaften u. a. an der De La Salle University und an der Harvard Law School in Cambridge Massachusetts studiert. Schon ein Jahr nach seinem Studium wurde er 1998 für den ersten Bezirk von Tarlac ins Repräsentantenhaus gewählt. Er ist seit 2007 Verteidigungsminister, der jüngste in der philippinischen Geschichte.

Teodoros Regierungsprogramm ist noch wenig transparent und strukturiert. Er ist Befürworter höherer Miltärausgaben und fordert auch eine umfassende Modernisierung der bewaffneten Streitkräfte.  Er ist sich aber auch bewusst, dass die jahrzehntelang anhaltenden Aufstände letztlich nur mit ökonomischem Wachstum und weitgehend gleichen Startchancen eingedämmt werden können. „It’s a truism (Binsenweisheit) that when you build a road to an area, the security problem is reduced“, äußerte er unlängst (9).

Teodoro hat sich bis Ende Oktober darüber ausgeschwiegen, wer sein Vizepräsident sein sollte. Er hat es auch - angesichts der bisher eher schlechten Umfrage-Ratings – schwerer, einen qualifizierten  Wunsch-Vizepräsidenten zu finden.


VI. Francis Joseph “Chiz” Escudero

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Der junge, 1969 geborene Francis Escudero gehört zu den potenziellen Präsidentschaftskandidaten – erst jetzt im Oktober 2009 hat er das erforderliche Präsidentenalter von über vierzig Jahren erreicht.

Bislang liegt jedoch noch keine offizielle Erklärung von ihm vor, dass er in 2010 als Präsident oder Vizepräsident kandidieren werde.  Die verzögerte Entscheidung wird mit Schwierigkeiten bei der Finanzierung seines Wahlkampfes in Verbindung gebracht. Man munkelt, dass ihm sowohl der Zigarettenkönig Lucio Tan als auch der frühere Mäzen Eduardo „Danding“ Cojuangco Jr. keine finanziellen Mittel zur Wahlkampfunterstützung in Aussicht gestellt haben (10). Escudero wird immer wieder in verschiedenen Konstellationen gehandelt. Eine Kombination spekuliert er und Lorna Legarda könnten ein Präsidententeam bilden.  Auf die Unterstützung seiner langjährigen Partei, der National Peoples Coalition (NBC) darf er auch nicht mehr rechnen, da er im Oktober 2009 die  Partei verlassen hat.

Es bleibt also offen, ob er in den Präsidentenwahlkampf eintritt. Anhängerschaft kann er mobilisieren, er hat in den Umfragen ein höheres Ranking (s.o). Seine Anhänger sehen in ihm sogar einen zweiten Obama. Insbesondere bei jüngeren Leuten ist er ein politisches Idol.

Escudero entstammt einer Familie, die schon seit vier Generationen in der Politik tätig war und ist. So war sein Vater zum Beispiel Agrarminister. Er hat an in- und ausländischen Universitäten Jura studiert und war auch in der Lehre tätig.  Schon mit 22 Jahren wollte er Bürgermeister von Sorsogon werden, seine Eltern rieten ihm aber, das Studium nicht abzubrechen.  1998 wird er mit 28 Jahren das erste Mal ins Repräsentantenhaus gewählt. Zweimal wird er in seinem Amt wieder gewählt.   Seit 2007 ist er Senator. Er hat viele Gesetzesentwürfe mit konzipiert und verabschiedet und gilt als ein sehr produktiver Senator. Escudero hat ein Amtsenthebungsverfahren gegen die amtierende Präsidentin mit unterzeichnet.    



VII. Lorna Regina Legarda  

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Die heute 49-jährige Senatorin Lorna Legarda kann man mit Fug und Recht als außerordentliche Frau bezeichnen. Sie wird von etlichen Präsidentschaftskandidaten als Wunsch-Vizepräsidentin – u.a. von Manuel Villar und Gilbert Teodoro - umworben, hat aber es bislang offen gelassen, wem sie ihre Gunst schenken wird.  

Sie entstammt einem gutbürgerlichen Elternhaus. Schon als Teenager ist sie eine Werbe-Ikone. Sie ist es, der man die Schulabschlussrede überträgt. Danach studiert sie Medienwissenschaften und Journalistik im In- und Ausland. Sie ergänzt ihre Studien später mit einem Abschluss in National Security Administration.  Erwähnen wir in diesem Zusammenhang, dass sie auch Lieutenant Colonel bei der Luftwaffe ist.

Stärker bekannt wird sie aber durch ihre Fernsehkarriere bei ABS-CBN. Sie ist die Anchor- Frau der Sendungen „The World Tonight“, „The Inside Story“, „Kabalikat“ oder „Tara Tena“. Während ihrer zwanzigjährigen Medienpräsenz erhält sie mehr als dreißig Auszeichnungen. Weil sie auch währen ihrer Senatorinnenzeit TV-Sendungen moderiert, hat man ihr auch schon die Vermischung von Journalismus und Politik kritisch vorgeworfen.

1998 bewirbt sie sich erfolgreich um einen Senatssitz. Sie erhält die meisten Stimmen unter den damaligen Senatorenkandidaten und wird einige Jahre später Sprecherin der Mehrheitsfraktion. Mit ihrem Namen verbindet sich das „Anti-Domestic Violence Act“, das auf den stärkeren Schutz von Kindern und Frauen abzielt. Sie schiebt ein Gesetz zur ökologischen Abfallbeseitigung maßgeblich an und wirkt am Anti-Trafficking-Gesetz mit.

Es gelingt ihr 1999, fünf Polizei- und Militäroffiziere, die von der NPA gefangen genommen wurden, frei zu bekommen. Sie wirkt auch maßgeblich an der Befreiung einer auf der Insel Jolo von Moslemrebellen festgesetzten Journalistenkollegin mit. Auch von den Moslems wird Lorna Legarda hoch geschätzt. Das Maranao Sultanat verlieh ihr sogar den Titel einer Prinzessin. Sie unterstützt Schulen mit der Libro ni Loren Foundation, ihre Bessie Legarda Memorial Foundation will an Brustkrebs erkrankten Frauen helfen. Schließlich ist sie auch Förderin einer Aktion, die bis 2011 zehn Millionen Bäume auf den Philippinen pflanzen will.

2003 verlässt sie die ihre ursprüngliche Partei Lakas-NUCD-UMDP und schließt sich dem Oppositionsbündnis KNP unter dem Präsidentenkandidaten Fernando Poe Jr. an. Sie  bewirbt sich um das Amt des Vizepräsidenten. Ihr ABS-CBN-Kollege und Senator Noli de Castro gewinnt jedoch die Vizepräsidenwahlen mit dem sehr knappen Vorsprung von nur 800.000 Stimmen. 2007 wird Lorna Legarda erneut in den Senat gewählt.    

Im Hinblick auf die anstehenden Wahlen spricht sie sich für eine „pro people“-Politik unter besonderer Berücksichtigung der armen Bevölkerungsteile aus. Ihnen sollte der Zugang zu angemessenen Wohnungen, Wasser- und Sanitäreinrichtungen, kostenlosen Arzneimitteln und Gesundheitsvorsorge, Bildung und beruflichen Qualifizierungen ermöglicht werden.  Auch die Fischer und OFW-Auslandarbeiter bedürften spezieller Förderungsmaßnahmen. Unverzichtbar sei die Fortführung der Friedensgespräche in Mindanao. In diesem Zusammenhang sei auch die Armutsbekämpfung wichtig. Sie führt in diesem Zusammenhang aus:

“Leftist groups like the New People’s Army (NPA) or the Moro Islamic Liberation Front (MILF) are not the enemies of the people and the government, but poverty and indifferences“
(11).


VIII. Schlussbemerkung

Stellen wir uns zum Schluss nochmals der Frage: Ist das Präsidentenamt auf den Philippinen ein Erbhof der alten, reichen Familienclans? Dies trifft auf die Präsidentenkandidaten Benigno Aquino und Gilberto Teodore sicherlich zu und gilt auch für den Vizekandidaten Manuel Roxas. Der Kandidat Manuel Villar ist dagegen den Neureichen zuzuordnen.

Daneben gibt es aber auch eine ganze Reihe von Kandidaten, die insbesondere auf der Vizepräsidentenebene gehandelt werden wie Castro, Escudero oder Legarda, die nicht zur reichen Schicht der alten Oligarchie gehören, in der Regel aber zur erfolgreichen Führung ihres Wahlkampfes auf deren Zuwendungen angewiesen sind.

Zwar gibt es sicherlich nicht einen stringenten Zusammenhang von sozialer Herkunft und Erwerbsbiografie mit der politischen Programmatik eines Kandidaten. Es spricht sehr viel dafür, dass das alte "gesellschaftliche System“ auch unter dem neuen Präsidenten erhalten bleibt. Wirtschaftliche Reformen und eine innenpolitische Befriedung könnten jedoch einen Strukturwandel befördern, der größeren Teilen der Bevölkerung zugute kommen kann.



© Wolfgang Bethge, Oktober 2009

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::                                                                                                                                                        



(1) „The time has come to face the reality that the intent to lead this land in order to do good has become an enterprise only to those who have access to unlimited funds. I bow to this reality  … Sadly, what we have today is a feudal set-up foolishly labeled as democracy, where transactional politics is entrenched both in bureaucracy and local government units, and where the poor are deluded into believing that throwing candies or giving instant noodles or occasional help in distress is the be-all and end-all of public service”, in:  Lacson quits 2010 race Senator cites high cost of presidential campaign,

http://newsinfo.inquirer.net/inquirerheadlines/nation/view/20090606-209065/Lacson-quits-2010-race

(2) Roxas leads in VP poll, 15.10.2009, http://news.abs-cbn....s-leads-vp-poll

(3) Aquino vows to carry on with parents fight”, Manila Times, 10.09.2009

(4) Noynoy, as top chief, to run after Marcos wealth, The Daily Tribune, 10.09.2009

(5) Villar is a billionaire; other senators are millionaires, in: GMA News.TV, 19.05.2008

(6) Roxas family donates 7-ha. lot to Bacolod's homeless, in: http://www.thenewsto...s.homeless.html
(7) De Castro, Loren, Villar are top poll bets: survey, abs-cbnNEWS.com, 13.01. 2009
(8) Former  President Joseph Estrada vowed Tuesday to launch an all-out war to end decades of deadly Muslim and communist insurgencies should he be re-elected as president next year”, in: Erap to resume all-out-war if elected, in: http:// www.abs-cbnnews.com, 20.10.2009                    

(9) Philippines' party names Teodoro as presidential  candidate, in http://www.etaiwanne...ews&cate_img=83
(10) Lack of funds from Danding prompted Chiz to quit NPC? 28.10.2009, in: www.abs-cbnnews.com/.../lack-funds-danding-prompted-chiz-quit -
(11) Legarda to run for veep in 2010, http://www.sunstar.c...a-run-veep-2010
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#198967 Was soll man eigentlich am 22.9.13 wählen?

Geschrieben von kaunlaran am 13 Februar 2013 - 13:25

Mal ein etwas provokanter Denkanstoss zu

“Haende weg vom Ehegattensplitting":
http://www.verbaende...eit-auf?m=88444
“Nur Ehepaare, bei denen beide Partner annähernd gleich verdienen, bleiben von Steuererhöhungen verschont. Alle anderen Einkommenskonstellationen bei Ehepaaren werden mit massiven Steuererhöhungen bestraft.”

Die Einlassungen des BdSt halte ich fuer unsachlich, polemisch und falsch.

Schon der erste zitierte Satz kann nur dann so stehen bleiben, wenn man die Abschaffung von Steuerverguenstigungen bereits als Steuererhoehung bezeichnet. Eine Angleichung der Besteuerung der bisher Beguenstigten an das normale Steuerniveau, also an das, was ich als Junggeselle zu zahlen habe, wird als “Bestrafung” fuer diejenigen dargestellt, die bisher von der Ehe als Steuersparmodell Gebrauch machen durften.

Wer sich den Luxus eines allzeit bereit zuhause auf den Ernaehrer wartenden Schnuckelchens leisten will, der sollte wissen, dass dieses Privileg oder Vergnuegen Geld kostet, egal ob mit amtlichem Siegel abgesegnet oder ohne. Er sollte es nicht als selbstverstaendlich erachten, dass andere, die sich diesen Luxus oder auch eine steuerbeguenstigte Haushaltshilfe nicht leisten koennen, ihn dabei auch noch subventionieren.

Oft wird die Ehe als etwas Hoeheres oder gar Heiliges bezeichnet, wenn jedoch Steuerprivilegien angetastet werden koennten, dann kommt der wahre Zweck dieser Ehebuendnisse zum Vorschein.

Da man jedoch die Ehe ueberwiegend als Steuersparmodell betrachtet (neben der Steuerersparnis koennen noch andere Verguenstigungen und Vorteile zum Tragen kommen), warum sollte dies dann nur fuer die herkoemmliche Zweierbeziehung gelten, und nicht auch fuer eine Dreierbeziehung oder Mehrehe? (Ein grosser Landwirt erhaelt ja auch mehr Subventionen als ein kleiner). Das Gesamteinkommen einer Familie mit nur einem Verdiener und vier einkommenslosen Ehefrauen geteilt durch fuenf sollte analog zur herkoemmlichen Besteuerung dann zu noch niedrigerer Steuer fuehren, und alles andere koennte als Bestrafung bezeichnet werden. Auch diese Steuermindereinnahme koennte man ja den Junggesellen aufhalsen, oder ueber andere Steuern reinholen.

A.O.

 

Sorry A.O. - das ist einer Deiner schlechtesten Beiträge.

 

Du übersiehst vollkommen die allgemeinen gesetzlichen Folgen der Ehe:

1. gemeinsame Wirtschaftsgemeinschaft, weil beide zum gegenseitigen Unterhalt verpflichtet sind,

2. der Vermögenszuwachs wird grds. gemeinschaftlich verteilt;

3. im Falle einer Trennung - also auch nach der Ehe - kann ein Unterhaltsanspruch gegenüber dem anderen Ehegatten bestehen;

4. die während der Ehe erworbenen Rentenansprüche werden bei einer Scheidung aufgeteilt.

 

Wo bzw. bei welcher Einrichtung gibt es dann sonst noch?!

Außerdem kann eine solche Einrichtung, ein solches rechtliches Konstrukt wie die Ehe doch nicht so behandelt werden, wie es dem Staat gerade paßt:

 

Bei der Einkommensteuer geht man von Ledigen aus, weil das Geld bringt. Jeder für sich.

Scheitert die Ehe wird die gemeinsame Wirtschafts- und Versorgungsgemeinschaft hervorgeholt, dann soll - bitte schön - der wirtschaftlich Stärkere zahlen, damit der andere Partner nicht über Hartz-IV alimentiert werden muß. Warum besteht denn überhaupt eine Pflicht für den/die Verdiener(in) einen Teil seines Einkommens mit dem Partner zu teilen - soll der Staat doch dafür aufkommen, wenn er das steuerlich nicht berücksichtigt.

Frage:

Und warum sollten später die von einem Ehegatten erworbenen Rentenansprüche (von seiner Arbeitsleistung bezahlt und hälftig von ihm und seinem AG finanziert) rechtlich irgendetwas mit dem anderen Ehepartner zu tun haben? Stehen sie nicht nur dem jeweiligen Partner zu?! Warum erhält der andere dann überhaupt noch eine Hinterbliebenenrente? Fiskus - zur Kasse bitte.

 

Der Widerspruch muß Dir doch auffallen.

 

Zu der Bemerkung "Abschaffung einer Steuervergünstigung = Steuererhöhung":

Natürlich ist das richtig - wobei das Ehegattensplitting keine Steuervergünstigung, sondern die Besteuerung einer besonderen rechtlichen (Partnerschafts-)"Form" ist.

Um es an einem anderen Beispiel im Steuerrecht zu verdeutlichen:

Bei Personengesellschaften wird ja auch der von den Partnern gemeinsam erwirtschaftete Gewinn auf diese aufgeteilt und nicht bei der Personengesellschaft und der vollen Progression besteuert. Wenn nun die Ehegatten eine Arbeitsteilung in der Art vereinbart haben, daß einer das Familieneinkommen erzielt (z.B. weil er die bessere Ausbildung hat), während der andere ihm "den Rücken" freihält, "Haus, Hof, Kinder" versorgt, müßten die Einnahmen doch ebenso aufgeteilt werden, nicht wahr?!

Natürlich deklariert die Politik inzwischen alles, was sich irgendwie zu Geld machen läßt (d.h. steuererhöhend wirken kann) als Steuervergünstigung. Der Sparerfreibetrag - natürlich auch eine Steuervergünstigung - wurde einmal eingeführt, um einen gewissen Inflationsausgleich zu gewährleisten, da das Steuerrecht vom Nominalwertprinzip ausgeht. Kann es denn richtig sein, Zinsen zu besteuern, wenn der Zinssatz noch nicht einmal die Inflationsrate deckt?

Wohl kaum - trotzdem wird der Sparerfreibetrag als Steuervergünstigung angesehen.

 

Die absolute Spitze stellt aber Deine Bemerkung über das "auf den Ernaehrer wartenden Schnuckelchen" dar - eine Kommentierung dieses Weltbildes erspare ich mir mal.

Wie sieht es denn mit der Hausfrau und Mutter aus, die sich der Erziehung ihrer Kinder widmet? Was ist mit der Ehefrau aus, die trotz vieler Bemühungen keine Arbeit findet? Das soll bei den knapp 3 Mio Arbeitslosen ja vorkommen, oder? Und was ist mit der Ehefrau, die liebevoll die Eltern ihres "Ernähers" pflegt?

Soll in D. eine Arbeitspflicht eingeführt werden, wie es sie früher wohl in den soz. Ländern gab? Und weil das gegen die Menschenrechts-Konventionen verstößt, wird es jetzt über das Steuerrecht gemacht?!

Kindererziehung erfolgt ausschließlich über staatliche Kinderkrippen - wie früher im Osten.

 

Wie kommst Du zu der Aussage, die "Ehe würde überwiegend als Steuersparmodell" betrachtet?

Der Splittingtarif ist doch das letzte woran beide Verlobten denken - denn in der ganz, ganz überwiegenden Zahl der Fälle sind sie ja im Zeitpunkt der Eheschließung beide berufstätig. Die Ein-Verdiener-Familie wird doch erst viel später realisiert, meist wenn Kinder da sind (die eben nicht in Krippen aufwachsen sollen), wenn einer der beiden seinen Job verliert oder krank wird.

 

Du kannst doch nicht so naiv sein und glauben, daß diejenigen, die man meint damit zu treffen und die aus dem Splitting den höchsten Vorteil (max. knappe 16.000 € bei über 500.000 zu versteuerndes Einkommen) ziehen (im Ton der Sozialisten: Die Reichen) keine Abwehrmaßnahmen ergreifen. Dann wird eben ein Arbeitsvertrag mit der Ehefrau im eigenen Betrieb abgeschlossen und ein entsprechendes Gehalt gezahlt. Und wenn das nicht reicht, werden Einkunftsquellen (z.B. Häuser, Beteiligungen) übertragen; mir fällt da noch viel mehr ein.

Die Leidtragenden sind die normalen Arbeitnehmer in der Mittelschicht, die sich nicht wehren können, die z.B. versuchen, ihre Kinder nicht als Schlüsselkinder aufwachsen zu lassen, sich um ihre Eltern kümmern oder auch bereit sind, in ihrer Freizeit gemeinnützige Tätigkeiten unentgeltlich zu verrichten.

 

Die Abschaffung des Ehegattensplittings mag zwar in linken Kreisen politisch korrekt sein. Sie ist aber vorn und hinten nicht durchdacht, gesellschaftsschädlich und geht von einem Weltbild aus, daß zunächst einmal alle Einnahmen dem Staat zustehen und dieser dann großzügig dem Einzelnen eine Ration zuteilt. In den 80'iger Jahren wären solche Ideen noch Hirngespinste gewesen, aber seit der sog. "Wieder-Vereinigung" rückt D. immer weiter nach links.

Schade.


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#196443 Urlaub August 2012

Geschrieben von raiges am 31 August 2012 - 19:46

Schon beim Anflug konnte man das schöne Wetter genießen, das uns, kaum angekommen ans Meer führte (Bilder dazu kommen später). Ein paar Tage Spass mit baden im Meer, sowie mehrere Regentage später, ging es zum Mt. Luhu, der ein schöne Aussicht bietet.

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#194891 Leitfaden Einbürgerung als eBook

Geschrieben von Rai999 am 10 Juni 2012 - 11:33

Habe einen Leitfaden zur Einbürgerung einer Filipina erstellt.

Er behandelt konkret die Situation, wenn man schon einige Jahre in D lebt,
also zu einer Zeit angekommen ist, bei der es noch keinen Integrationskurs gab.

Der Leitfaden ist nur eine kleine Hilfestellung um den Einstieg zum Thema zu erhalten,
um zu wissen, was und wie gehe ich die Sache an.

Erstellt  Juni 2012

Formate sind ePUP und pdf, also mit jedem eBook Reader lesbar bzw. PC

Ich stelle es zur freien Verfügung und mache keinerlei Rechte daran gelten.
Wer es in Ordnung und sinnvoll findet, kann es auf seiner Homepage teilen und weiter verbreiten.

Das ePUP Format liegt in einer zip Datei, weil der Server hier (wie allgemein üblich) es nicht anders erlaubt

Angehängte Datei  Einbuergerung-einer-Filipina.zip   16,27K   7 Anzahl DownloadsAngehängte Datei  Einbürgerung einer Filipina.pdf   23,37K   49 Anzahl Downloads
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#193472 Los Banos

Geschrieben von Bats am 23 Januar 2012 - 04:54

Ich war gestern im nagelneuen Southwinds Resort. An der Hauptstrasse rechts ca. 300 Meter hinter Maxx-Restaurant.

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Das Resort ist 24 Stunden geoeffnet, hat 5 Pools und Zimmer mit Aircon oder Fan.

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Hier der Haupteingang von innen:

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Einer der Pools (Tiefen von 3 - 5 Feet). Im Hintergrund das Gebaeude mit den Zimmern:

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Eine der ueberdachten Einheiten, wo man Tische mieten kann. Mit Karaoke-Anlagen:

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Hier Weg zu den Zimmern:

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Wie ueblich, typisch filipinisch, kein Resto vorhanden, man muss alles selbst mitbringen und kann dann grillen:

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Auch Karaoke-Huetten sind vorhanden:

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Seltsamerweise ist das Wasser nicht heiss, sondern nur lauwarm.

Es gibt auch 2 Kleinkinderbecken:

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Ein Kantine fuer Getraenke und Eis ist vorhanden. Ansonsten muss Korkengeld fuer mitgebrachte Getraenke bezahlt werden.

Preise:

Eintritt: 78 Peso fuer Erwachsene/68 Peso Kinder
Tische: 15-20 Personen 985.- Peso
8 - 10 Personen: 585./ Peso
4 - 6 Personen 285./ Peso

Zimmer (jeweils fuer 2 Personen und fuer 12 Stunden) Extra Personen + extra charge

Aircon: 1385.- Peso
Fan :   985.- Peso

Fazit:

Neue Anlage, an der teilweise noch gearbeitet wird. Professionelles Personal, das jeden Gast an seinen Platz bringt.

Wer nicht unbedingt auf heisses Wasser steht, kann hier gut seinen Tag verbringen.

Bats
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#193267 Der Rizal-Brunnen im Rizal-Park in Manila

Geschrieben von Bats am 03 Januar 2012 - 13:29

Diuese ueberaus wichtige Thema hat mir natuerlich keine Ruhe gelassen und so habe ich weder Kosten noch Muehen gescheut und bin heute nach Manila gefahren.
Die gute Nachricht zuerst: Der Conductor hat mich ungfragt als Senior citizen eingestuft und somit hatte ich etwas Geld uebrig, mir eine Dose  Bier zu kaufen. Ich muss wohl sehr alt ausgesehen haben diesen Morgen.

Also, es handelt sich nicht um potemkische Doerfer, sondern um eine Generalueberholung des Rizal-Parks zum Geburtstag Rizals.

Alles geputzt und hergerichtet:

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Die Becken mit den Landkarten sind mit Trassenband abgesichrt, weil irgendwelche Idioten reingestiegen sind und durchgebrochen sind. Jetzt hat eine Karte  ein Loch:

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Auch unser Boardmitglied ist sauber rausgeputzt:

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Der Rasen ist geschnitten und die Denkmale sind sauber:

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Auch der Hauptteich wurde hergerichtet und an Sylvester fanden dort Licht- und Wasserspiele statt:

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Auch die Bummelbahn faehrt wieder:

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Ob da der Boardbetreiber seine Finger im Spiel hat?

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Fazit: Der Park ist wieder einen Spaziergang wert.

{at}Igor:
Am besten die Del Piar ganz hoch, ueber die Strasse in den Nebeneingang. Nach 5 Metern kommt links der Brunnen.


Bats
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#192750 Achtung Falle, neue (alte) Kleiderordnung, bei der Immi in MNL

Geschrieben von Blumentritt am 21 November 2011 - 06:38

Ich verstehe diesen Faden nicht. In Deutschland geht man ja auch nicht in Badelatschen und kurzen Hosen aufs Amt. Warum ploetzlich auf den Philippinen? Habt Ihr keinen Selbstrespekt?
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#191586 Hotel Review: Sea'S Spring (Anilao)

Geschrieben von Bats am 07 September 2011 - 04:53

Hotel Review: Sea'S Spring (Anilao)

Faehrt man mit dem Boot von Batangas nach Puerto Galera, sieht man rechterhand im Sueden von Anilao eine grosse weisse Hotelanlage.
Fuer mich Grund genug, mir das Resort mal anzusehen.

Fahrt nach Anilao, an allen anderen Resorts vorbei, bis die Strasse endet. Danach gibt es nichts mehr. Entfernung 18km von Anilao Ortsmitte.
Es wird an einer Strasse gebaut, die im Sueden direkt zu dem Resort fuehrt, die ist aber noch nicht fertig. Die Fahrzeit vermindert sich dann erheblich.

Das Hotel steht unter koreanischer Leitung, d.h. 99% aller Gaeste sind Koreaner, die von Manila mit dem Bus hierher gebracht werden.

Das Resort hat einen wirklich schoenen Pool mit 2 Becken, die allerdings mit Seewasser befuellt sind. Ein Becken ist mit heissem NaturWasser gefuellt.

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Blick auf die Insel Maribican:

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Ein grosses Restaurant:

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Blick vom Restaurant auf Batangas-Provinz.

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Es gibt auch ein Divebasis. Hier deren Boot:

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Desweiteren gibt es einen Unterhaltungsbau mit Billiard und einer grossen Sauna

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Ueber diese Bruecke kommt man zum Meer:

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Hier die Unterkuenfte:

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Preise:
Eintritt, wenn man nichts verzehrt: 500 Peso/Erwachsener. Kinder 8 bis 12 Jahre 300 Peso, Kinder 5 - 7 200 Peso, darunter frei
Inbegriffen: Benutzung Pools, Hotspring und Jaccuzi. Schraenke und Duschen, sowie Benutzuynghe der zahreichen Cabanas.

Preise im Restaurant: ab 300 Peso, Durchschnittsgericht 500 Peso aufwaerts. SML (Dose) 80 Peso) Eingefügtes Bild

Uebernachtungspreis: 4000 Peso incl. Fruehstueck

Fazit:
Nicht ganz billig aber schoen. Es lohnt sich fuer einen Tagesbesuch, wenn man iin der Batangas-Provinz ist.

Website: http://seasspringresort.com


Bats
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#190885 Reisebericht Palawan 2011

Geschrieben von Nik am 10 August 2011 - 04:55

Hallo,

es ist mal wieder soweit! Dieses Jahr wurde wieder eine Philippinenreise absolviert, die u.a. abermals nach Palawan führte und in Reiseberichte mündete. Allerdings: Wer jetzt an dieser Stelle die von mir gewohnten Beschreibungen erwartet, den muss ich leider (sic!) enttäuschen. Auf Grund einer schweren, andauernden Erkrankung sah ich mich nicht in der Lage, eine Extraversion für das Philboard zu erstellen und verweise im Folgenden auf meine private Reisehomepage. Dort wurden die neu gesammelten Informationen in das bereits vorhandene ältere Material eingearbeitet. Dadurch liegen allerdings recht umfangreiche Textseiten vor, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Dies ist für ein rasches Nachschlagen nach ganz aktuellen Daten etwas unübersichtlich. Um dennoch den Überblick zu gewährleisten, habe ich jeweils das Datum der Updates und ggf. Neuentdeckungen beigefügt.
Ich bitte um Nachsicht wenn alles nicht soo ausführlich ist, wie normalerweise von mir gewohnt, da ich u.a. in meinem Bewegungsradius während der Reise stark eingeschränkt war, zudem mich daheim immer nur über kurze Zeit an den Schreibtisch setzen kann.

Besucht wurden Puerto Princesa, Sabang, Port Barton und El Nido von Mitte Mai - Ende Juni 2011. Auf dieser Reise wurden nur in seltenen Fällen öffentliche Verkehrsmittel genutzt - ein kleiner Wermutstropfen für Low-Budget-Reisende; Hinweise zu preiswerteren Transporten habe ich aber immer wieder versucht einzuarbeiten oder verweise auf ältere Erfahrungen.

Zu finden ist alles unter www.Nikswieweg.com. Am komfortabelsten ist dort die Navigationsleiste links. Wer kein Javascript aktiviert hat, findet auch zwei weitere Möglichkeiten auf den Seiten zu surfen, muss aber mit Einschränkungen rechnen.

Ein Bericht zu einer anschließenden Rundreise entlang der Süd- und Westküste von Negros von Dumaguete nach Sipalay und über das zentrale Bergmassiv zurück sowie ein Kurzbericht über Siquijor wird in der nächsten Zeit folgen.

Fasten seatbelt ... und dann niks wie weg! :)
Nik
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