Leider gab es keine Dampfloks zu sehen, wie ich gehofft hatte. Wir haben den Fahrer gefragt, ob es noch eine weitere Möglichkeit gibt. Und in der Tat, er hatte eine Idee. Wir fuhren zu einer weiteren Fabrik.
Vor dem Zaun des Geländes nach einer weiteren sehr schönen Fahrt mit dem Tricycle einer der bekannten Zuckerrohrlkw’s.

Hinter dem Zaun konnte man die Nummer 9 bewundern, leider außer Betrieb. Ein schöner Platz, um eine Pause einzulegen:

Von vorne und besser zu erkennen:

Ich hätte auch gerne einen Blick ins Führerhaus geworfen, aber leider war da ja der Zaun dazwischen.

Die Lopez Sugar Corporation, wie es auch auf dem Tender steht:

Noch mehr Zuckerrohrlkw’s, im Hintergrund der bereits erwähnte Zaun:

Endlich am Eingang angekommen, baten wir erneut um Einlass:

Dieses Mal hatten wir aber kein Glück, man ließ uns nicht hinein. Vor dem Eingang stand zum Ausgleich aber Nummer 10 bereit.

Der Tender:


Ein Typenschild, offensichtlich aus den USA:

Lanis Freundin mit Schal vor der Nummer 10:

Ein etwas genaueres Typenschild:

Rückfahrt nach Sagay
Leider keine Eisenbahn, die gefahren ist. Es hätte eine weitere Chance gegeben, aber die Anfahrt wäre zu weit gewesen. Vor dem Hintergrund der noch vor uns liegenden Rückreise zogen wir es vor, zurück nach Sagay zu fahren.
Kaum zu glauben, aber auf dem Rückweg sah ich plötzlich eine weitere Dampflok stehen. Ich bat den Fahrer anzuhalten, um mir das genauer ansehen zu können.

Der Insular Lumber

Die Lok sah aus, wie in einem alten Film mit Buster Keaton:


Hier wurde geheizt:

Das Typenschild:



Der tiefere Sinn dieses kegelförmigen Steinhaufens kenne ich zwar nicht, aber er dürfte eine eventuelle Such nach der Lok vereinfachen helfen.

Am Ende war es ein sehr schöner Ausflug, obwohl wir keine einzige fahrende Lok gesehen hatten. Das Eisenbahnsystem war viel effektiver, als unnötigen Verkehr mit den vielen LKW zu erzeugen. Außerdem können Züge bekanntlich viel mehr Fracht transportieren auch und gerade in Relation mit der verbrauchten Energie. Leider führt die Zerstörung von Infrastruktur in diesem Fall ganz sicher in die falsche Richtung. Schön wäre es, wenn auf Cebu eine erneuet Zuglinie errichtet werden würde. Im letzten Jahr hat man sich aber für ein Bussystem entschieden. Also Linienbusse für die Stadt Cebu. Das wird das Transportwesen auch revolutionieren. Klar, einige werden verlieren, so wie der eiserne Gustav im Berlin der ausgehenden 20er Jahre. Aber so wie jetzt mit dem ganzen Individualverkehr kann es in Cebu auf keinen Fall weitergehen.
Gruß
Alfred
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